Familypark kämpft gegen Juckreiz-Raupe. Der Familypark St. Margarethen kämpft derzeit gegen das allsommerliche Auftreten des Eichenprozessionsspinners. Diese Raupe ist aufgrund der Klimaerwärmung seit einigen Jahren heimisch, ihre Fäden erzeugen Juckreiz. Der Park reagiert mit biologischen Gegenmaßnahmen und teilweisen Sperren von betroffenen Park-Teilen. Die BVZ hat sich vor Ort umgesehen.

Von APA Red. Erstellt am 28. Juni 2019 (15:20)
Sorger Nina

Seit Anfang Juli ist der Familypark wieder ohne Einschränkung zu besuchen, beim BVZ-Lokalaugenschein war er zum Teil noch geschlossen. Der Grund: Die Eichenprozessionsspinner-Raupe hat es sich in den Bäumen gemütlich gemacht. Die ist hier eigentlich nicht heimisch, erklärt der Pflanzenschutz-Experte Andreas Maly. Die Klimaerwärmung habe die Raupe in unsere Breitengrade getrieben. Ihre Fäden verursachen Juckreiz auf der Haut, für Allergiker kann das sogar gefährlich sein.

Ein kleiner Spritzenwagen fährt durch das abgesperrte Gebiet und spritzt ein biologisches Eiweiß-Gemisch auf die Eichen. Dieses hemmt den Appetit der Raupe und der Schädling stirbt ab, so Maly. Das Problem: Das Mittel kann erst bei Befall und nicht schon vorsorglich gesprüht werden. Auch ist es natürlich unmöglich, alle Blätter zu erwischen, oder ein Hereinfliegen der juckenden Raupenfäden vom benachbarten Bäumen zu verhindern.

Den Spaß im Familypark sollte man sich aber nicht nehmen lassen, so Maly: „Wesentlich allergener wirkt das Ragweed. Auch das ist durch die Klimaerwärmung eingewandert und wächst nun überall.“

Fälle von Ausschlägen gab es noch keine, nur zwei (von dreihundert) Mitarbeiter klagten der Betriebsärztin über Juckreiz. Beide waren mit der Raupen-Bekämpfung betraut. Maly: „Nicht auf die Raupe treten! Das setzt die Fäden frei.“ Einziges Mittel: Abbrennen.

In der Print-Ausgabe am Mittwoch: Ein Interview mit dem neuen Park-Direktor Filip De Witte, der der BVZ seine die Ausbau-Ideen für den Park.