Mindestens vier Tote nach schwerem Erdbeben in China. Ein schweres Erdbeben hat am Dienstag die südwestchinesische Provinz Sichuan erschüttert. Mindestens vier Menschen kamen dabei ums Leben.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 08. August 2017 (18:50)
Menschen liefen auf die Straßen
APA/dpa

Mindestens 30 seien verletzt worden, berichtete das Staatsfernsehen. Die Stärke gab das chinesische Erdbebenzentrum mit 7,0 an.

Der amerikanische seismologische Dienst meldete 6,5. Berichten zufolge stürzten Häuser sein. Das Epizentrum lag in der Gegend des Bezirks Jiuzhaigou nördlich der Provinzhauptstadt Chengdu. Die nationalen Behörden riefen als Reaktion auf das Beben der Stärke 7 die höchste Alarmstufe aus. Die Zahl der Opfer könnte noch steigen. Mehr als 600 Feuerwehrleute und Soldaten wurden nach ersten Angaben mit Suchhunden entsandt.

Menschen liefen in Angst auf die Straßen, wie auf ersten Bildern im Internet zu sehen war. Telefonleitungen und das mobile Netz waren teilweise unterbrochen. Die Erdstöße waren sogar bis in die mehr als 1.500 Kilometer entfernte Hauptstadt Peking zu spüren, wo Hochhäuser schwankten. Kleinere Nachbeben folgten. Das Erdbeben ereignete sich nach offiziellen Angaben um 21.19 Uhr Ortszeit (15.19 Uhr MESZ).

Nahe des beliebten Nationalparks Jiuzhaigou stürzten mehrere Häuser ein. Andere hatten Risse in den Wänden, berichtete ein Mitarbeiter des Gesundheitsamtes telefonisch der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Die Behörden versuchten, Häuser zu evakuieren.

In Sichuan waren 2008 bei einem Erdbeben der Stärke 8 mehr als 80.000 Menschen ums Leben gekommen. Die Katastrophe ereignete sich damals wenige Monate vor den Olympischen Spielen in Peking.