IBM Österreich baut Mitarbeiter ab. Bei IBM Österreich kommt es offenbar zu einem großen Stellenabbau. Ein betroffener Mitarbeiter spricht von bis zu 200 Jobs, die noch im Jänner gestrichen würden. Vom Unternehmen wurde diese Angabe auf Anfrage nicht in Abrede gestellt.

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 16. Januar 2021 (15:36)
Bei IBM Österreich arbeiteten schon einmal deutlich mehr Menschen
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Zuletzt hatte die Firma hierzulande noch rund 740 Mitarbeiter. 2010 waren es noch fast 1.800 gewesen, geht aus dem Wirtschafts-Compass hervor. Der Umsatz blieb über die diesen Zeitraum nahezu stabil bei rund 400 Mio. Euro.

"Unsere Personalentscheidungen werden getroffen, um unsere Kunden auf ihrem Weg zur Einführung einer offenen Hybrid-Cloud-Plattform und KI-Fähigkeit bestmöglich zu unterstützen", blieb eine Firmensprecherin auf Anfrage recht kryptisch. Jedenfalls wurde weder Stellenabbau noch die Zahl der kolportierten 200 Arbeitsplatzstreichungen von der Sprecherin nicht in Abrede gestellt, auch wenn sie auf Nachfragen weder die Zahl noch den Zeitpunkt bestätigen wollte. Dazu gab es gar keine offizielle Angabe aus dem US-Konzern, dessen Österreich-Ableger eine 100-prozentige Tochter von IBM Österreich ist.

Die Sprecherin betonte lieber, dass der Konzern "neu in unser Geschäft investieren" wolle. "Wir werden auch weiterhin signifikante Investitionen in Aus- und Weiterbildung der Kenntnisse von IBMern vornehmen, um den Anforderungen unserer Kunden besser gerecht zu werden."

"Bis zu 200 Mitarbeiter sind betroffen und haben diese Woche von ihrer Kündigung erfahren", sagte der Betroffene zur APA. "Restrukturierung wird das genannt." Verkündet worden sei der Schritt vorgestern, Donnerstag, in einer Online-Konferenz.

In einem E-Mail von IBM, das laut Angaben des einen betroffenen Dienstnehmers an alle Betroffenen ergangen ist, heißt es wörtlich: "Wir bedauern Ihnen mitteilen zu müssen, dass Ihr Arbeitsplatz von der wirtschaftlich notwendigen betrieblichen Umstrukturierung betroffen ist und daher wegfallen wird." Das Dienstverhältnis werde unter Einhaltung aller Fristen aufgelöst. "Entsprechend den Bestimmungen des abgeschossenen und bereits Mitte Dezember kundgemachten Sozialplans bieten wir Ihnen zugleich an, das Dienstverhältnis (....) zu Bedingungen des Sozialplans einvernehmlich aufzulösen." Leistungen aus dem Sozialplan gebe es nur durch die einvernehmliche Auflösung.

Der Sitz von IBM Österreich liegt in Wien im Bezirk Leopoldstadt. Weitere Niederlassungen gibt es in Salzburg, Linz, Graz, Klagenfurt und Wattens (Tirol).