Wegen Glatteis herrschte in Wiens Spitälern Hochbetrieb. Mittwochfrüh ist es in Wien zu akuter Glatteisbildung auf den Straßen und Gehsteigen gekommen. Das hat auch viele Menschen überrascht, die ausrutschten und unglücklich stürzten.

Von APA / NÖN.at. Update am 17. Februar 2021 (12:36)
In Wien stürzten viele Fußgänger auf eisglatten Gehwegen
APA (Archivbild)

Die Berufsrettung berichtete in einer Aussendung, dass rund 250 Einsätze verzeichnet wurden, die auf Stürze zurückzuführen waren. Auch der Gesundheitsverbund berichtete, dass in der Früh in den Unfall- und Notfallambulanzen Hochbetrieb herrschte. Mittlerweile habe sich die Lage entspannt, hieß es.

Die Berufsrettung war seit 5.30 Uhr mit einem erhöhten Einsatzaufkommen wegen Stürzen konfrontiert. Zu Spitzenzeiten sei sogar eine doppelt so hohe Anzahl an Einsätzen verzeichnet worden als üblich, wurde in der Aussendung das Ausmaß veranschaulicht. Bereits in den Morgenstunden mussten daher sowohl das Personal in der Rettungsleitstelle als auch die Zahl der Rettungsteams aufgestockt werden. Eine weitere Zahl veranschaulicht die Situation ebenfalls deutlich: Es gingen bis zu 230 Notrufe pro Stunde ein. Gegen 10.00 Uhr ging die Zahl dann "sichtlich" zurück.

Die meisten Betroffenen erlitten Prellungen, einige auch Knochenbrüche. Darunter befanden sich auch Kinder, die auf dem Weg in die Schule waren, hieß es. Die Verletzten wurden notfallmedizinisch versorgt und anschließend in sieben verschiedene Krankenhäuser gebracht.

Das Glatteis sorgte damit auch für Hochbetrieb in den Spitälern. Eine Sprecherin des Gesundheitsverbundes erzählte der APA, dass es zu einem derart hohen Patientenaufkommen gekommen sei, dass "wir teilweise in den Kliniken schon in den frühen Morgenstunden unser Tagesaufkommen erreicht haben". Gegen Mittag ist es in den Krankenhäusern ruhiger geworden. "Wir rechnen aber damit, dass eventuell am Nachmittag oder Abend noch der eine oder andere Patient, der in der Früh gestürzt ist, kommt", sagte die Sprecherin.

Nicht nur die Wienerinnen und Wiener, sondern auch die Nordburgenländer hat am Mittwochfrüh Glatteis auf den Gehsteigen erwartet. Laut Landessicherheitszentrale verletzten sich neun Personen in den Bezirken Eisenstadt Umgebung, Neusiedl am See und Mattersburg. Sie erlitten Bein-, Kopf- oder Schulterverletzungen. Verkehrsunfälle wurden zunächst keine gemeldet.