Team Europa durch Thiem-Niederlage 7:11 zurück. Der Lichtenwörther Dominic Thiem hat am Sonntag beim Tennis-Laver-Cup in Genf sein zweites Einzel gegen den US-Amerikaner Taylor Fritz 5:7,7:6(3),5:10 verloren.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 22. September 2019 (16:56)
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Thiem kämpfte hart, musste sich aber geschlagen geben

Am Freitag hatte der 26-jährige Thiem das Eröffnungseinzel gegen den Kanadier Denis Shapovalov für das Team Europa in drei Sätzen gewonnen. Mit Siegen in den ersten beiden Sonntag-Matches ging das Team Welt nun mit 11:7 in Führung.

Um seinen Titel erfolgreich zu verteidigen, muss das Team Europa damit noch beide angesetzten Partien für sich entscheiden. Zunächst trifft der Schweizer Roger Federer auf den US-Amerikaner John Isner, danach sollte der Deutsche Alexander Zverev gegen den Kanadier Milos Raonic auf den Platz. Thiem war eigentlich für den Schlusstag der dritten Auflage dieses Bewerbs nicht mehr nominiert gewesen, Rafael Nadal musste aber wegen einer Entzündung in der Hand passen.

Thiem: "Habe ein gutes Match gespielt"

Thiem stellte sich nach der Niederlage mit gemischten Gefühlen den Interviews: "Ich bin einerseits wütend, dass ich verloren habe. Aber andererseits habe ich ein gutes Match gespielt." Es sei eine gute Partie gewesen. "Im Endeffekt haben ein paar Sachen den Ausschlag gegeben. Wir waren beide auf der Höhe. Es war sicher mein bestes Match, seit ich von den US Open zurückgekommen bin."

Erst 10 bis 15 Minuten vor dem Match habe er erfahren, dass Taylor Fritz statt Nick Kyrgios spielen werde. Thiem selbst habe hingegen bereits in der Früh gewusst, dass er bereit sein müsse. "Rafa (Rafael Nadal, Anm.) hat schon sehr viel und intensiv gespielt bei den US Open", gab Thiem Einblick. "Aber es wird hart, dass er alle drei Tage spielt. Deswegen hat er gesagt, es soll jeder bereit sein. Heute in der Früh hat er gesagt, es wird für ihn nicht gehen."

Thiem wollte danach Roger Federer und Alexander Zverev von der Bank aus mit aller Energie unterstützen. "Damit wir den Laver Cup nach so einem Rückstand noch nach Europa holen." Das Format des Laver Cup sei sensationell. "In der Halle kann jeder gegen jeden gewinnen. Es ist alles sehr, sehr eng zusammen, da alle gut servieren. Das Spielen, die Zeit verbringen mit diesen Legenden - es ist eine unvergessliche Woche jedes Mal. Der Event hat sich wahnsinnig gut etabliert."