Nadal mit Dreisatzsieg gegen Djokovic zum 10. Rom-Titel. Der Spanier Rafael Nadal hat am Sonntag seinen 10. Titel beim Masters-1000-Tennisturnier von Rom geholt. Der 34-Jährige besiegte im Finale als Nummer zwei den topgesetzten serbischen Titelverteidiger Novak Djokovic in einem sehenswerten Match 7:5,1:6,6:3. Nadal verkürzte mit dem Sieg bei diesem Sandplatz-Klassiker zwei Wochen vor Beginn der French Open in Paris im Head-to-Head mit Djokovic auf 28:29. In der Anzahl an Masters-1000-Titeln steht es zwischen den beiden nun 36:36.

Von APA / NÖN.at. Update am 16. Mai 2021 (20:49)
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Das über 2:49 Stunden gegangene Match wogte hin und her. Im ersten Satz machte Nadal einen Break-Rückstand wett und schlug zum 6:5 entscheidend noch einmal zu. Wenn der Iberer einen Satz voranliegt, ist es ganz schwierig, ihn zu besiegen. Doch zumindest im zweiten Durchgang gab der "Djoker" ganz klar den Ton an, bei 2:2 im dritten Satz hatte er zudem einen Breakball. Nachdem Nadal diesen abgewehrt hatte, war der Spanier aber nicht mehr zu halten und stürmte zu seinem 88. Turniersieg.

2.500 Fans im coronabedingt nur zu einem Viertel gefüllten Foro Italico kamen jedenfalls auf ihre Kosten. Nadal im Achtelfinale gegen den Kanadier Dennis Shapovalov und Djokovic im Viertelfinale gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas waren im Turnierverlauf jeweils schon einmal knapp vor dem Aus gestanden, fixierten aber dann doch das "Traumfinale". Nachteil für Djokovic war sicher, dass er sein Viertelfinale erst am Samstag zu Ende spielte, da insgesamt 4:56 Std. Spielzeit hatte.

Der noch bis Samstag 33-Jährige hat gegen Nadal auf Sand seit dem Rom-Finale 2016 nicht mehr gewonnen. Er verpasste seinen sechsten Rom-Titel, für Nadal ist es der zweite Finalsieg 2021 nach jenem in Barcelona. Dort wie auch in Monte Carlo, Paris und eben nun Rom hat der Weltranglistenzweite jeweils zumindest zehn Titel geholt.

"Ich hatte in manchen Momenten Glück, so etwa gegen Shapovalov", sagte Nadal. "Aber ab dann hatte ich ein gutes Turnier, habe besser und besser gespielt und meinen Rhythmus auf Sand gefunden. Ich hatte ein sehr positive Woche und bin sehr glücklich. Es ist etwas Besonderes, diese Trophäe zum zehnten Mal zu gewinnen."

Am Nachmittag hatte die Polin Iga Swiatek scheinbar rechtzeitig vor Beginn der French Open in bestechende Form gefunden. Die Paris-Titelverteidigerin fegte im Endspiel des 1000er-Turniers von Rom als Nummer 15 die Tschechin Karolina Pliskova (9) 6:0,6:0 vom Court. Im ersten Satz hatte Swiatek nur vier Punkte abgegeben, insgesamt in einer Spielzeit von 46 Minuten lediglich 13. Es ist Swiateks erster Titel auf diesem Niveau, die French Open beginnen in zwei Wochen.

Swiatek hatte ihr regenbedingt verschobenes Viertelfinale erst am Samstag bestritten und blieb ab da ohne Satzverlust. "Ich bin richtig stolz auf mich", meinte die 23-Jährige. "Jetzt habe ich mir ein Tiramisu verdient."