Nadal zog bei ATP Finals Kopf aus der Schlinge. Rafael Nadal hat am Mittwoch in einem ähnlich dramatischen Match wie am Abend zuvor Dominic Thiem gegen Novak Djokovic bei den Tennis-ATP-Finals noch den Kopf aus der Schlinge gezogen. Der 33-jährige Spanier stand gegen den Russen Daniil Medwedew bei 1:5 im dritten Satz mit dem Rücken zur Wand, siegte aber noch nach 2:46 Stunden mit 6:7(3),6:3,7:6(4).

Von APA, Redaktion. Erstellt am 13. November 2019 (18:40)
Nadal schien schon geschlagen und ging doch als Sieger vom Platz
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Es war beinahe das gleiche Ergebnis wie der Sieg von Thiem über Djokovic (6:7/5,6:3,7:6/5) und dauerte auch fast auf die Minute gleich lang. Für Nadal wäre es allerdings schon die zweite Niederlage gewesen, nun hat er alle Chancen auf den Aufstieg ins Halbfinale im letzten Gruppenspiel am Freitag gegen Stefanos Tsitsipas (GRE).

Besonders pikant: Wird Nadal in der Gruppe "Andre Agassi" Zweiter, dann wäre er der Semifinal-Gegner von Thiem am Samstag. Dann hätte Thiem die Chance, nach Roger Federer und Djokovic alle drei Tennis-Legenden im gleichen Turnier zu bezwingen.

"Ehrlich, ich habe super viel Glück gehabt. Sorry für Daniil, er ist ein harter Fighter. Er hat natürlich im dritten Satz viel besser als ich gespielt", zeigte sich Nadal wie immer sportlich. "So ein Spiel wie heute gewinnt man vielleicht eines von 1.000."

Bei 3:5 im dritten Satz hatte Nadal nach dem ersten Rebreak wieder an seine Chance geglaubt. "Dann ist man nur noch ein Break weg. Ich weiß wie schwer es ist, ein Match auszuservieren. Ich habe heute wesentlich besser gespielt als vor zwei Tagen, das ist eine sehr positive Sache für mich."

Zunächst muss Nadal am Freitag gegen Tsitsipas aber noch seine beste Leistung abrufen. "Er ist ein toller Spieler. Das wird hart, ich muss es gewinnen. Ich hoffe, dass ich bereit bin."