Thiem zu London-Anschlägen, Religion und anderen Themen. Weltranglisten-Siebenter nicht religiös, aber gläubig - Politik interessiert ihn "gar nicht" - Atmosphäre im Damen-Zirkus: "Manche sind eine Katastrophe"

Von Redaktion, APA. Erstellt am 05. Juni 2017 (15:57)
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Dominic Thiem

Der Aufstieg zum Weltstar des Tennis bringt Dominic Thiem verstärkt auch neue Fragen. Fragen, die nicht nur mit dem geliebten Sport zu tun haben. Aktuell äußerte er sich im Rahmen der French Open auch zu den jüngsten Anschlägen, seine Gedanken über Religion, Politik und auch über den Damen-Tenniszirkus.

Thiem zu...

- den Anschlägen: "Es ist halt einfach tragisch. Man kann nur irgendwie selbst hoffen, dass man irgendwie von so etwas verschont bleibt. Die Menschheit ist halt ziemlich schlimm zur Zeit. Man muss einfach hoffen, dass einem selbst so etwas nie passiert."

- Sicherheitsmaßnahmen bei den French Open: "Sie durchsuchen die Taschen, aber wir gehen ja immer beim Spielereingang rein. Ich weiß nicht, wie es für die Zuschauer ist. Wir werden kontrolliert, aber es wäre für mich keine Schwierigkeit, irgendetwas reinzuschwindeln."

- seinem Interesse an Welt- oder Innenpolitik: "Nein, das interessiert mich gar nicht. Es gibt kaum ein Thema, das mich weniger interessiert als Politik."

- seinen Glauben: "Ich glaube schon an etwas. An die guten Geister da oben glaube ich schon, aber ich gehe jetzt nicht in die Kirche. Religion muss es überhaupt nicht sein. Von dem halte ich eigentlich sehr wenig, aber ich glaube auf jeden Fall, vor allem wenn man selbst gute Dinge macht, dass die guten Geister da oben irgendwann einmal was zurückgeben."

- zum tränenreichen Abgang von Titelverteidigerin Garbine Muguruza, weil sie sich vom Publikum unfair behandelt fühlte: "Die Atmosphäre war dort unfassbar, das hat sogar beim Zuschauen richtig Spaß gemacht. Das ist ein bisschen übertrieben gewesen von Muguruza."

- zum teilweise doch sehr offensichtlichen "Zickenkrieg" im Damen-Zirkus: "Es gibt eh ein paar richtig nette Spielerinnen auch. Aber manche sind halt eine Katastrophe wie Bouchard, das geht ja teilweise gar nicht. Bei den Herren gibt es so etwas echt nicht, da gibt es keinen der negativ raussticht, auch in der Umkleide ist ein sehr gutes Ambiente. Da sollten sich die Damen etwas abschauen."

- unruhigen Nächten vor großen Matches: "Generell wenn die Anspannung da ist, schläft man nicht wie ein Baby, aber ich habe keine Schlafprobleme oder unruhige Nächte."