Wiener Erste Bank Open als Wachablöse der Jungen

Ohne den Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic sowie den verletzten Lokalmatador Dominic Thiem, aber dafür mit einer Schar junger Topstars gehen 2021 die Erste Bank Tennis Open in Wien über die Bühne. Angeführt vom Weltranglisten-Dritten Stefanos Tsitsipas, Olympiasieger Alexander Zverev, Matteo Berrettini und Casper Ruud tritt in der Stadthalle ein Feld an, in dem sieben der acht gesetzten Spieler erst zwischen 20 und 25 Jahren alt sind.

APA / NÖN.at Aktualisiert am 28. September 2021 | 12:05
Starterfeld für Erste Bank Open wurde in Wien präsentiert
Starterfeld für Erste Bank Open wurde in Wien präsentiert
Foto: APA/HERBERT NEUBAUER

Obwohl neben Thiem (28) die "großen Alten" wie Djokovic (34), Rafael Nadal (35) oder Roger Federer (40) fehlen, ist das Feld Extraklasse. Die Top 18 rangierten zur Nennfrist allesamt unter den besten 30 der Weltrangliste. Die "Wiener Wachablöse" beim Traditions-Turnier, das vom 23. bis 31. Oktober zum elften Mal unter dem aktuellen Titelsponsor stattfindet, unterstreicht damit, dass auf der ATP-Tour eine neue Generation zusehends das Kommando übernimmt. Zu den jungen wilden Wien-Startern gehören auch der Kanadier Felix Auger-Aliassime, der Pole Hubert Hurkacz oder der Südtiroler Jannik Sinner. Spieler wie Zverev, Tsitsipas, Berrettini und Ruud standen zuletzt auch im überlegenen Laver-Cup-Team.

Von den Jungen fehlen eigentlich nur die Russen Daniil Medwedew (25) sowie Wien-Vorjahressieger Andrej Rublew (23), der gleichzeitig seinen Titel in St. Petersburg verteidigt. Vergeben sind auch schon zwei Wildcards. Sie gehen an den dreifachen Grand-Slam-Sieger Andy Murray sowie den italienischen Shooting Star Lorenzo Musetti. Für die dritte und letzte "Freikarte" gibt es mit dem spanischen Shootingstar Carlos Alcaraz und US-Spieler Sebastian Korda zwei Kandidaten.

"Es ist extrem wichtig, Kindern und Jugendlichen Tennis auf höchstem Niveau zu präsentieren", sagte ÖTV-Sportdirektor Jürgen Melzer. "Auch wenn einige Topspieler aus dem Gefecht sind, kann man den Blick auf die Nennliste mit einem Zungenschnalzen machen", ergänzte der zweifache Wien-Sieger.

"Wir werden so gut wie alle guten jungen Spieler in Wien sehen, es ist ein Superfeld", erklärte Turnierdirektor Herwig Straka. Das Fehlen von Thiem bedauert er natürlich. "Aber das Feld ist auch ohne ihn sehr stark. Wir hoffen, er wird bald wieder gesund und fit."

Es gilt für den Zuschauer-Besuch bekanntlich fix die 2G-Regel und Straka ist überzeugt, dass der bisher limitierte Ticketverkauf deshalb sogar stark anziehen wird. "Das Interesse ist sehr hoch. Wir blicken einem sehr sicheren Turnier entgegen und können mit einem vollen Haus rechnen", ist der Steirer überzeugt. Die meisten Spieler seien seines Wissens nach auch schon geimpft. Der Rest soll in der Pause nach den ATP-Finals folgen. "Dann wird es auch für Australien leichter", ist Straka überzeugt.

Neu und bemerkenswert beim Wiener ATP-500er ist, dass der zweite Matchcourt diesmal in der Innenstadt steht. Nämlich auf den Heumarkt beim Eislaufverein, wo im August schon die Beach-Volleyball-EM stattgefunden hat.

"Damit wollen wir neue Zielgruppen ansprechen", meinte Straka zur "Weltpremiere": Es gibt Zeitkarten. Man bezahlt je nach Dauer des Aufenthaltes, kann also auch in der Mittagspause beim Tennis vorbei schauen. Zwei Stunden gibt es bereits ab 10 Euro. "Die Neuerung ist sensationell", befand Straka das Konzept "Tennis 2 GO".

Die Nennliste der Erste Bank Open 2021 mit aktueller Platzierung in Weltrangliste (Stand 28.9.): 3 Stefanos Tsitsipas (GRE) - 4 Alexander Zverev (GER) - 7 Matteo Berrettini (ITA) - 10 Casper Ruud (NOR) - 11 Felix Auger-Aliassime (CAN) - 12 Hubert Hurkacz (POL) - 14 Jannik Sinner (ITA) - 15 Diego Schwartzman (ARG) - 16 Pablo Carreno Busta (ESP) - 17 Cristian Garin (CHI) - 19 Reilly Opelka (USA) - 20 Gael Monfils (FRA) - 22 Daniel Evans (GBR) - 23 Lorenzo Sonego - 25 Ugo Humbert (FRA) - 26 Alex De Minaur (AUS) - 28 Cameron Norrie (GBR) - 29 Grigor Dimitrow (BUL) - 31 Fabio Fognini (ITA) - 32 Lloyd Harris (RSA) - 34 Nikoloz Basiashwili (GEO) - 35 Dusan Lajovic (SRB) - 37 Filip Krajinovic (SRB). Wild Cards: 61 Lorenzo Musetti (ITA) - 109 Andy Murray (GBR)