Snowboarder nach Suchaktion tot aufgefunden. Nachdem eine Frau ihren Mann als vermisst gemeldet hatte, ist am Sonntag gegen 21.30 Uhr eine groß angelegte Suchaktion im Skigebiet Hochzillertal in Tirol gestartet worden. Gegen 2.00 Uhr fand der Suchtrupp schließlich den leblosen Körper des 39-jährigen Snowboarders aus Deutschland in einem Waldstück rund 70 Meter außerhalb der gesicherten Piste.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 22. Januar 2018 (10:14)
Vermisster Deutscher wurde tot gefunden
APA

Mitglieder der Bergrettung Kaltenbach, der Bergbahnen und die Alpinpolizei waren im Einsatz. Die Ermittlungen zur Unfallursache waren noch im Gange, teilten die Bergbahnen Hochzillertal mit.

Trotz der widrigen Witterung und hohen Lawinengefahr haben sich am Sonntag auch im Land Salzburg mehrere Wintersportler ins freie Gelände gewagt und dann ohne Hilfe nicht mehr alleine ins Tal gefunden. Drei Mal mussten Helfer der Bergrettung deshalb ausrücken, um sie in Sicherheit zu bringen, berichtete die Landespolizeidirektion.

Im Skigebiet Dachstein West bei Rußbach (Tennengau) verließ ein 28-jähriger Deutscher am frühen Nachmittag die Piste und fuhr ins freie Gelände. Dabei geriet er in den sogenannten Neffgraben. Schließlich konnte er wegen der großen Neuschneemengen und der extremen Steilheit des Grabens nicht mehr weiter. Um 14.30 Uhr setze er deshalb einen Notruf ab. Er konnte dabei auch seine GPS-Koordinaten durchgeben. 15-Bergretter und zwei Polizisten kamen dem 28-Jährigen zu Hilfe. Wegen der großen Gefahr mussten sie ihn mit einem Seil nach oben bergen, ehe alle gesichert ins Tal konnten. Der Deutsche hatte keine Versicherung und wird nun wohl die Kosten der Bergung selbst zahlen müssen.

Ungefähr zur selben Zeit wurde auch die Bergrettung Golling (Tennengau) alarmiert: Zwei Tourengeher waren von der Mautstation auf den Trattberg gestiegen. Wegen des dichten Nebels, des starken Windes und des heftigen Schneefalls fuhren sie dann aber in die falsche Richtung ab. Als sie dies bemerkten, machten sie Halt und stiegen wieder zum Gipfel auf. Da sich die Lage aber nicht besserte, verständigten sie die Einsatzkräfte. Zehn Bergretter stiegen zum Gipfel auf und begleiteten die Tourengeher ins Tal.

Und in Sportgastein (Pongau) verpassten zwei Skifahrer am Nachmittag bei der Abfahrt S4-Mooskar die letzte Abzweigung zur Talstation und gerieten in umwegsames Gelände. Sie stiegen durch den Tiefschnee ab und gelangten zur unbewirtschafteten Naßfelderhütte, die etwa eineinhalb Kilometer von der Liftstation entfernt ist. Auch die beiden riefen via Handy um Hilfe. Bergretter und Alpinpolizisten brachten die Männer - ein 50-jähriger Niederländer und ein 54-jähriger Deutscher - zum Talanfang. Die Urlauber waren unverletzt, aber erschöpft und unterkühlt.