Österreicher sind mit der Wasserqualität zufrieden. Rund 90 Prozent der Österreicher empfinden die Qualität des heimischen Leitungswassers als sehr gut oder gut. Das ergab eine am Mittwoch in Wien präsentierte Umfrage.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 21. Juni 2017 (13:01)
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Die meisten Österreicher schätzen ihr Leitungswasser sehr

Das Trinkverhalten der Österreicher gehe immer mehr Richtung Leitungswasser, sagte Franz Dinhobl, Vizepräsident der Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW).

Auf einer fünfstufigen Schulnotenskala vergaben die 1.000 Befragten durchschnittlich die Note 1,5 bei der Wasserqualität, wie es im "AQA-Wasserreport" der Vereinigung heißt. Besonders hoch war die Zufriedenheit in Vorarlberg (1,1), Tirol (1,2), Salzburg (1,3) und Wien (1,3). Als größter Kritikpunkt wurde der hohe Kalkgehalt im Wasser genannt. Im Durchschnitt trinken die Österreicher 1,9 Liter Leitungswasser täglich, wobei diese Daten auf Selbsteinschätzung beruhen. Elf Prozent der Österreicher trinken kein oder kaum Leitungswasser.

"Im Langzeitvergleich ist zu beobachten, dass die Österreicherinnen und Österreicher zunehmend bewusster und achtsamer mit ihrem Leitungswasser umgehen", sagte Gabriele Hoffmann, Autorin der repräsentativen Umfrage, die im April 2017 durchgeführt wurde. 84 Prozent gaben an, auf sorgsamen Umgang zu achten. Die meisten versuchen dabei Wasser zu sparen. Das sei aber nicht die wichtigste Maßnahme für sauberes Wasser, betonte Dinhobl. "Es geht in erster Linie darum, beispielsweise nicht benutzte Medikamente oder Chemikalien, wie Reinigungsmittel oder Cremes, nicht über die Toilette oder das Abwasser zu entsorgen, damit diese nicht in den Wasserkreislauf gelangen."

Laut Dinhobl ist in Zukunft die größte Herausforderung, das Niveau der Wasserqualität in Österreich beizubehalten und in Gebieten wie dem Marchfeld die Qualität des Grundwassers auf Trinkwasserniveau zu heben. Nicht abschätzbar sei der Einfluss des Klimawandels: Wenn es in Zukunft zu wenigeren aber dafür heftigeren Niederschlägen komme, bestehe das Risiko, dass das Wasser nur oberflächlich abrinnen wird und es so zu keiner neuen Grundwasserbildung kommen kann.