Für Niki-Übernahme kommen doch vier Kandidaten in Frage. Die Flöther & Wissing Insolvenzverwaltung hat ihre Angaben zum finalen Bieterkreis für die Air-Berlin-Tochter Niki aktualisiert: Von den sechs strategischen Interessenten hätten fünf verbindliche Angebote für eine Übernahme von Teilen der Geschäftsbereiche gelegt. Mit vier davon würden nun finale Verkaufsgespräche geführt.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 22. Dezember 2017 (15:30)
Wie wird es mit Niki weitergehen?
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Der vorläufige Insolvenzverwalter Lucas Flöther habe nun bis Jahresende Zeit, eine Investorenlösung für den Niki-Geschäftsbetrieb zu finden. Bis Silvester wird ein unterschriftsreifer Vertrag angestrebt.

Trotz Einstellung des Flugbetriebs fallen täglich Kosten an. Ein Investor muss deshalb noch vor dem Betriebsübergang ("Closing") Mittel für den laufenden Betrieb zur Verfügung stellen können. Die Bieter, die derzeit noch im Rennen sind, hätten das in Aussicht gestellt.

Entscheidung vor Jahresende

Als Interessenten sind in den Medien zuletzt zudem die Schweizer PrivatAir, die Condor-Mutter Thomas Cook und die British-Airways-Mutter IAG genannt worden. Die endgültige Entscheidung darüber, wer nun Niki kauft, fällt noch vor dem Jahreswechsel. Die Start- und Landerechte der Airline bleiben bis dahin aufrecht.

Weitere Informationen zu dem laufenden "Investorenprozess" gebe es aus Gründen der Verschwiegenheitspflicht erst nach Unterzeichnung des Kaufvertrags. Flöther war am Mittwoch in Wien, um Gespräche mit den österreichischen Aufsichtsbehörden zu führen. "Die Behörden waren sehr aufgeschlossen und entgegenkommend", betonte Flöther in der Aussendung. "Sollten wir bis Ende Dezember einen unterschriftsreifen Vertrag haben, ist es sogar möglich, dass die Frist noch um ein paar Tage verlängert wird."

Die Zeit drängt - denn es droht der Verlust der Betriebsgenehmigung: Niki brauche "dringend frisches Geld, um die laufenden Kosten zu decken, die trotz der Einstellung des Flugbetriebs tagtäglich anfallen". Ein Investor müsse deshalb bereit und in der Lage sein, noch vor dem Betriebsübergang ("Closing") die Mittel zur Verfügung zu stellen, die für den laufenden Betrieb benötigt würden. Beide Bieter, die nun in finalen Kaufverhandlungen sind, hätten dies in Aussicht gestellt. "Ohne diese Finanzierung wäre eine Betriebsstilllegung nicht zu vermeiden", so die Insolvenzverwalter.