Schneechaos in Deutschland und Großbritannien. Schnee und Straßenglätte haben in vielen Teilen Deutschlands zu Unfällen geführt und den Verkehr behindert. In der Nähe von Cuxhaven starb ein Mann bei einem Unfall. Mehrere Menschen verletzten sich, aber oft blieb es bei Blechschäden. Der Flugverkehr war eingeschränkt. Auch in Großbritannien sorgte Schneefall für Chaos auf den Straßen.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 10. Dezember 2017 (16:21)
Schneechaos in Nordrhein-Westfalen
APA/dpa

In Niedersachsen gerieten viele Autofahrer wegen Schnee und Glätte am Wochenende ins Rutschen. In der Nähe von Cuxhaven starb am Samstagnachmittag ein Mann, der auf dem Seitenstreifen der Autobahn 27 nach einer Panne auf den Abschleppdienst wartete. Er wurde von einem Wagen angefahren, der auf der teilweise glatten Straße nach rechts abgekommen war.

In Nordrhein-Westfalen schneite es heftig, es kam zu hunderten Verkehrsunfällen. Nicht nur glatte Fahrbahnen bargen eine Gefahr - auch Bäume stürzten unter der Schneelast um. Der Wuppertaler Zoo blieb deswegen am Wochenende geschlossen, wie die Stadt mitteilte.

Schnee und Eis auf den Straßen verursachten auch in Bayern etliche Unfälle. Neuschnee von bis zu zehn Zentimetern und schneidend kalter Wind machten den Autofahrern zu schaffen. Am kältesten war es mit etwa minus zehn Grad am Wochenende entlang der Alpenränder.

Am Frankfurter Flughafen gab es am Sonntag Verspätungen und Flugausfälle, wie die Betreibergesellschaft Fraport mitteilte. Auf dem Flughafen Düsseldorf musste der Flugbetrieb zwischenzeitlich eingestellt werden. Nach Angaben eines Sprechers wurden am Sonntagmittag erste Flüge gestrichen. Wie lange die Sperrung andauert, konnte der Flughafen noch nicht sagen. Am Flughafen Köln/Bonn kam es am Sonntag zu einzelnen Flugausfällen.

Das Winterwetter hat auch in Teilen Großbritanniens am Sonntag zu erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt. Wegen ungewöhnlich heftiger Schneefälle musste an mehreren Flughäfen im Süden des Landes der Flugbetrieb eingestellt werden. Straßen waren zum Teil unbefahrbar. Auch im Schienenverkehr kam es zu Verspätungen.

Am Flughafen Birmingham und den Londoner Airports Stansted und Luton kam der Flugbetrieb zeitweise zum Stillstand. Viele Flüge mussten gestrichen werden. Reisende wurden aufgefordert, den Status ihres Flugs zu überprüfen, bevor sie sich auf den Weg machen. In Teilen des Landes wurde dazu aufgerufen, nur im Notfall ins Auto zu steigen.

Schnee ist im Süden Großbritanniens relativ ungewöhnlich. Viele Autos sind nicht mit Winterreifen ausgestattet. Am Sonntag war selbst das Zentrum Londons von einer dünnen Schneeschicht bedeckt. In Wales wurden bis zu 30 Zentimeter Schnee gemeldet.