70 Prozent der Österreicher trennen ihren Biomüll. Eine vorbildliche Haltung der Österreicher bei der Trennung von Biomüll hat eine von Marketagent.com für den Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) durchgeführte Umfrage ans Licht gebracht.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 20. April 2018 (09:34)
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Vorarlberger, Steirer und Oberösterreicher als Spitzenreiter

70 Prozent trennen den Biomüll konsequent, Vorarlberger, Steirer und Oberösterreicher sind Spitzenreiter, und in 41 Prozent der Haushalte wird er sogar kompostiert. 28 Prozent der Befragten würden das Kompostieren gerne ausprobieren, hieß es in der am Freitag anlässlich des Tages der Erde am 22. April publizierten Aussendung.

"Es gibt also noch Potenzial", stellte der VOEB-Präsident Hans Roth fest, "und zwar sowohl bei all jenen, die ihren Biomüll noch nicht trennen, als auch bei der eigenen Kompostierung. Biogener Abfall ist einfach zu kostbar, um im Restmüll zu landen". Im Jahr 2015 wurden laut VOEB-Angaben österreichweit über 900.000 Tonnen biogene Abfälle gesammelt, aus denen wertvoller Kompost erstellt wird. Dieser wird als Blumenerde aber auch für die Landwirtschaft als Dünger genützt.

Befragte, die am Land oder im Einzugsgebiet einer Stadt leben, trennen ihren Biomüll erwartungsgemäß deutlich öfter als Stadtbewohner, das Verhältnis beträgt hier 80 zu 57 Prozent, und kompostieren ihn auch doppelt so oft. So trennen auch nur 36 Prozent der Wiener ihren Biomüll und nur 15 Prozent kompostieren ihn auch. Das Alter spielt bei der Frage, ob Biomüll getrennt wird oder nicht, hingegen eine untergeordnete Rolle.

Junge Befragte bis 19 Jahre (77 Prozent) und Ältere ab 60 Jahren (75 Prozent) trennen eher ihren Biomüll, die meisten anderen Altersgruppen liegen im Mittelfeld. Einzig zwischen 20 und 29 Jahren gibt es einen deutlichen Motivationseinbruch: Nur 62 Prozent in diesem Segment können sich für die Trennung von Biomüll begeistern, ergab die Befragung von 1.500 Personen im Alter von 14 bis 69 Jahren zum Thema "Müll" im Monat März.