Festivalsommer: Viele Groß-Events abgesagt. Das Land Burgenland und die Esterházy-Tochter Arenaria geben eine gemeinsame Erklärung ab: Beide Seiten sagen angesichts der Corona-Krise die Sommerfestivals ab. Abgesagt werden: Seefestspiele Mörbisch, Oper im Steinbruch in St. Margarethen, Schloss-Spiele Kobersdorf, JOPERA und Liszt-Festival Raiding.

Von Wolfgang Millendorfer. Update am 24. März 2020 (16:48)
Wolfgang Millendorfer

Aufgrund der Umsetzung behördlicher Anordnungen und aller einhergehenden Maßnahmen zur Eindämmung von Covid 19 haben sich die Kultur-Betriebe Burgenland und die Geschäftsleitung der Arenaria dazu entschlossen, die  großen Festivals des burgenländischen Kultursommers für heuer abzusagen.

In der Aussendung hieß es, dass es aus derzeitiger Sicht nicht möglich sei, den für Ende Mai geplanten Probenbeginn einzuhalten.

Viele Ensemble-Mitglieder der verschiedenen Produktionen sind international tätig und befinden sich derzeit in Ländern, die sich alle in unterschiedlichen Stadien der Ausbreitung des Virus befinden. Die damit verbundenen Maßnahmen und Einschränkungen der persönlichen Reisetätigkeit und die derzeitige Lage in Österreich machen das gemeinsame Erarbeiten der geplanten Inszenierungen und alle sonstigen notwendigen Vorbereitungsarbeiten auf unbestimmte Zeit unmöglich.

Die Produktion "Turandot“ der Oper im Steinbruch wird auf 2021 verschoben, bei den Seefestspielen wird zeitgleich alles daran gesetzt, die „West Side Story“ 2021 nach Mörbisch zu holen.

Ebenfalls abgesagt sind die Stücke „Außer Kontrolle“ bei den Schloss-Spielen Kobersdorf sowie „Die lustige Witwe“ beim Jennersdorfer Festivalsommer JOPERA und der Juni-Zyklus des Liszt-Festivals in Raiding.

Karten behalten auf Wunsch ihre Gültigkeit

Wie die Kulturbetriebe informieren, behalten bereits erstandene Karten für die betroffenen Veranstaltungen prinzipiell ihre Gültigkeit für das Jahr 2021, können aber auch auf Wunsch rückerstattet werden.  Alle wesentlichen Informationen über das weitere Procedere werden allen Kunden schriftlich zugesandt; aufgrund der aktuellen administrativen Herausforderungen wird um Geduld gebeten.

Oper „Turandot“ wird 2021 nachgeholt

Seitens Arenaria wird betont, dass die Inszenierung von Puccinis „Turandot“ im Steinbruch St. Margarethen auf 2021 verschoben wird. Mit dem 14. Juli 2021 steht auch bereits ein Termin für die Premiere fest. Zudem sei es gelungen, das Leading-Team, bestehend aus dem amerikanischen Regisseur Thaddeus Strassberger und dem ebenfalls aus den USA stammenden Bühnenbildner Paul Tate dePoo für die kommende Spielsaison wieder zu gewinnen. Ebenso mit dabei sind die opulenten Kostüme des Italieners Giuseppe Palella.

Oper im Steinbruch
Wolfgang Millendorfer

„Das Team ist bereits bestens durch die seit Oktober letzten Jahres laufenden Vorbereitungen eingespielt und arbeitet derzeit mittels Videokonferenzen gemeinsam an der Umsetzung der mitreißenden Oper im Steinbruch St. Margarethen im kommenden Jahr. Wir sind auch guter Dinge, dass wir den Großteil der Sängerinnen und Sänger für 2021 verpflichtet können. Derzeit sind wir mit allen in regem Austausch“, wird seitens Arenaria bekannt gegeben.