Doping-Anklagen gegen Hauke und Denifl. Gegen den des Dopings verdächtigen ehemaligen Radprofis Stefan Denifl sowie den im Zuge der Nordischen Ski-WM in Seefeld ins Netz gegangenen Skilangläufer Max Hauke sind Anklagen wegen Sportbetrugs erhoben worden. Dies teilte die Staatsanwaltschaft Innsbruck am Montag mit.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 23. September 2019 (11:32)
APA (EXPA/JFK)
Vorwürfe gegen Denifl: Blutdoping und Wachstumshormone

Denifl wird vorgeworfen, beginnend mit dem Jahr 2014 bis zur Beendigung seiner Profikarriere Ende 2018 Blutdoping praktiziert und Wachstumshormone genommen zu haben. Es besteht der Verdacht, dass die Zahlungen, die die getäuschten Geldgeber an ihn geleistet haben, insgesamt über 500.000 Euro betragen haben, hieß es in der Aussendung der Anklagebehörde. Denifl muss sich wegen gewerbsmäßig schweren (Sport-)Betruges verantworten.

Hauke, der während der WM - auch auf einem Video zu sehen - bei der Rückführung von Blut erwischt worden war, wird indes vorgeworfen, seit der Saison 2015/2016 die Anti-Doping-Regeln verletzt zu haben. Er soll sich von einem deutschen Sportmediziner und dessen Helfern mit Eigenblutdoping betreuen lassen und darüber hinaus Wachstumshormone zu sich genommen haben. Die dadurch zu Unrecht bezogenen Leistungen betragen laut Staatsanwaltschaft über 50.000 Euro.

Beide Anklagen waren vorerst noch nicht rechtskräftig. Somit stehen auch noch keine Prozesstermine fest.