Blutspender-Nachwuchs wird dringend gesucht. Das Rote Kreuz ist auf der Suche nach neuen, treuen und langfristigen Blutspendern. Beteiligung im Land zwar am höchsten, aber viele Spender stehen vor „Pension“.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 27. Juni 2018 (04:09)
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Im Schnitt werden in Österreichs Spitälern 1.000 Blutkonserven pro Tag benötigt – in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland rund 370 täglich. Aktuell werden diese von nur 3,65 Prozent der spendefähigen Bevölkerung gespendet.

Fleißige Blutspender. Insgesamt 248 Blutspendeaktionen wurden im Vorjahr im Burgenland durchgeführt.
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Die freiwillige und unbezahlte Blutspende beim Roten Kreuz ist die zentrale Stütze der flächendeckenden Versorgung mit Blutprodukten. Eine Blutspende ist 42 Tage haltbar und nicht jeder Empfänger kann jede Spende erhalten. Im Jahr 2017 wurden im Burgenland bei 248 Blutspendeaktionen 16.865 Blutkonserven abgenommen. Im Vergleich zum Vorjahr ist damit sowohl die Zahl der abgenommenen Konserven als auch der Blutspendeaktionen leicht angestiegen, allerdings nach einem Rückgang in den Jahren davor.

„Was die Beteiligung betrifft, sind die Burgenländer Spitzenreiter in Österreich“, heißt es dazu vom Roten Kreuz. „Neue und treue Spender, das ist langfristig gefragt. Um die sichere Versorgung mit Blutkonserven garantieren zu können, braucht es Menschen, die sich dem Thema Blutspende verbunden fühlen und regelmäßig zur Spende gehen“, sagt Gerald Schöpfer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes. „Da ein Teil unserer Spender in den nächsten Jahren in ‚Spendepension‘ geht, brauchen wir Nachwuchs.“