Denkmalrat für Überarbeitung des Heumarkt-Projekts. Der internationale Denkmalrat ICOMOS, der das UNESCO-Welterbe-Komitee berät, appelliert an die Verantwortlichen für die Neugestaltung des Heumarkt-Areals, von der überarbeiteten Projektvariante "Abstand zu nehmen".

Von APA Red. Erstellt am 15. Dezember 2016 (17:58)
APA (ISAY WEINFELD&SEBASTIAN MURR)
Was bleibt über von den Plänen?

Das nun präsentierte Projekt folge "in keiner Weise den unmissverständlichen Vorgaben des Welterbekomitees der UNESCO", sagte Präsident Wilfried Lipp am Donnerstag.

Lipp verwies auf die Vorgabe einer maximalen Bauhöhe von 43 Metern, die in der vorliegenden Überarbeitung der ursprünglichen Pläne nach wie vor überschritten wird. Der Beirat wandte sich an den Investor sowie "die Verantwortlichen und Entscheidungsträger der Republik Österreich und der Stadt Wien". Es müsse "alles daran gesetzt werden, um eine welterbeverträgliche Planung zu forcieren". Diese sei "bauästhetisch und qualitativ exzellent möglich, städtebaulich und sozial vorteilhaft und wirtschaftlich gut umsetzbar".

"Der Verlust des Welterbes - und die Konsequenzen daraus - wäre nicht nur ein beschämender Reputationsverlust für Österreich, sondern vor allem ein unwiederbringlicher Verlust für die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes", hieß es.