Kalt-warm über Ostern bis in die nächste Woche hinein. Das Osterwochenende wird wechselhaft, und kalt-warm geht es auch in die nächste Woche hinein, prognostizierte die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Donnerstag.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 29. März 2018 (11:15)
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In höher gelegenen Tälern kann es auch schneien

Sehr kühle und milde Phasen werden einander abwechseln. Am Karfreitag sind in Föhnregionen bis zu 20 Grad möglich. Am Ostersonntag kann es in höher gelegenen Tälern ein wenig schneien.

Am Osterwochenende und wahrscheinlich auch die gesamte nächste Woche ändert sich an der Großwetterlage nicht viel. "Vom Atlantik her zieht ein Tiefdruckgebiet nach dem anderen über Europa hinweg", sagte ZAMG-Experte Thomas Turecek. "Der Ablauf ist dabei immer sehr ähnlich: An der Vorderseite des Tiefs strömt von Süden sehr milde Luft nach Österreich. An der Rückseite des Tiefs wird es mit Nordwind dann wieder deutlich kälter. So große Temperatursprünge sind typisch für den Frühling, wenn Österreich zwischen der noch winterlich kalten Luft in Nordeuropa und der ersten Frühlingswärme in Südeuropa liegt."

Am Freitag wird es im Großteil Österreichs sehr mild mit Höchstwerten größtenteils zwischen 14 und 20 Grad. Am wärmsten wird es mit Föhn an der Nordseite der Alpen. Etwas kühler ist es in Osttirol und Oberkärnten, wo es zeitweise regnet.

Am Samstag bleibt es in Osttirol und Oberkärnten regnerisch. Auch sonst muss man mit Schauern rechnen, die Sonne zeigt sich nur mehr zeitweise und von Westen her kühlt es ab. Die Höchsttemperaturen liegen am Samstag am Bodensee bei neun Grad und am Neusiedlersee bei 17 Grad.

Am Sonntag ist es mit kräftigem Nordwestwind überall kühler, bei Höchstwerten zwischen sechs und 13 Grad. In höher gelegenen Tälern kann es schneien, die Schneefallgrenze liegt um 1.000 Meter. Am meisten Sonnenschein hat am Sonntag der Süden Österreichs zu bieten. Der Montag dürfte überall recht sonniges Wetter bringen und für Anfang April ziemlich durchschnittliche Temperaturen, mit Höchstwerten zwischen neun und 14 Grad.

Die weitere Entwicklung ist noch sehr unsicher: Dienstag und Mittwoch sehen nach sehr mildem Föhnwetter aus. In der zweiten Wochenhälfte könnte dann wieder zeitweise kühlere Luft nach Österreich strömen.

Der zu Ende gehende März war der trübste seit neun Jahren: "Die Sonnenscheindauer liegt um 20 Prozent unter dem Mittel", sagte Klimatologe Alexander Orlik. Die Temperatur werde um etwa 1,3 Grad unter dem Durchschnitt liegen. Ähnlich kühl war der März in den Jahren 2004 und 2005, noch etwas kälter 2006 und 2013. Für die Nordhälfte Österreichs verlief der Monat relativ trocken und für die Südhälfte relativ feucht, mit ungewöhnlich vielen Eistage, an denen die Temperatur den ganzen Tag unter null Grad blieb. Spitzenreiter war St. Pölten mit sechs Eistagen, gefolgt von Wien mit fünf sowie Eisenstadt und Graz mit vier Eistagen. In einem durchschnittlichen März gibt es in St. Pölten einen Eistag, in Wien und Eisenstadt nur alle ein bis zwei Jahre, in Graz alle zwei Jahre.