Neues Schulungszentrum für Pflegeberufe. Wien baut die Ausbildungsplätze im Bereich Pflege sukzessive aus: Für angehende diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger sollen bis zum Studienjahr 2024/25 insgesamt 810 zusätzliche Plätze eingerichtet sein. Bei den medizinisch-technischen Diensten und Hebammen werden die aktuell vorhandenen 1.275 Studienplätze bis 2026 auf 2.055 Plätze aufgestockt. Auch ein Schulungszentrum wird errichtet, wie am Mittwoch im Rahmen der Wiener SPÖ-"Klubkonferenz" erläutert wurde.

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 17. Februar 2021 (14:01)
Wien richtet Schulungszentrum für Pflegeberufe ein
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Die traditionelle Klubtagung des roten Rathausklubs findet heuer coronabedingt in verändertem Format statt. Statt einem zweitägigen Treffen gibt es Videokonferenzen an verschiedenen Tagen. Im Anschluss daran finden jeweils Mediengespräche statt. Als nächster Termin wurde heute der 17. März genannt.

Die Tagung ist traditionell ein Ort, an dem immer wieder größere Weichenstellungen verkündet wurden - etwa der Gratiskindergarten oder der Bau der U5. Das Treffen findet meist im Burgenland statt, wobei jahrelang in Rust getagt wurde. In den vergangenen beiden Jahren kam Frauenkirchen zu Austragungs-Ehren. Die Verkündung von schlagzeilenträchtigen Leuchtturmprojekten könnte bei der Konferenz-Reihe ausbleiben, deutete Klubchef Josef Taucher zum Auftakt an. Stattdessen steht die Jobsituation in der Hauptstadt im Mittelpunkt: "Aus jedem Blickwinkel wollen wir auf das Thema Arbeit schauen."

In der ersten Runde taten dies Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke und Gesundheitsstadtrat Peter Hacker. Sie informierten etwa darüber, dass am Standort der Fachhochschule Campus Wien ein neues Schulungsgebäude errichtet wird. Die Fertigstellung ist für 2022 geplant. Die ersten Ausbildungen in den neuen Räumlichkeiten werden im Wintersemester 2022/23 starten. Insgesamt, so wurde betont, handle es sich um ein langfristiges Projekt, dessen Finanzierung bis mindestens 2046 läuft. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 700 Mio. Euro.

Erinnert wurde in diesem Zusammenhang auch an das erst jüngst präsentierte "Ausbildungsgeld". Personen, die sich für eine Qualifizierung im Gesundheits- und Pflegebereich entscheiden, können 400 Euro pro Monat lukrieren.

Einen genaueren Ausblick auf die Corona-Situation gab es vorerst nicht. Auch Gesundheitsstadtrat Hacker verwies wie Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) am Dienstag auf die nächsten Gesprächsrunden zwischen Bund und Ländern. Ein Aufsperren der Gastronomie derzeit wäre jedenfalls "im Augenblick nicht vernünftig", bekräftigte Hacker. Die beiden Ressortchef plädierten jedoch dafür, Anfang März hier zumindest einen Zeitplan für die weiteren Öffnungsschritte zu vereinbaren.