Schönbrunner Panda-Weibchen "Yang Yang" malt Bilder. Das Panda-Weibchen "Yang Yang" im Tiergarten Schönbrunn betätigt sich jetzt als Malerin. Die mit einem Bambus-Pinsel angefertigten "Kunstwerke" sind Teil eines Crowdfunding-Buchprojekts über die Geschichte der Großen Pandas im Wiener Zoo.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 27. August 2018 (10:27)
Die "Kunstwerke" werden verkauft
APA (Tiergarten Schönbrunn)

Die mehrfache Mutter hat jetzt offenbar ein bisschen mehr Zeit, ihre zweijährigen Zwillinge "Fu Feng" und "Fu Ban" sind ja schon im Panda-Teenager-Alter und wie der übrige mit ihrem mittlerweile verstorbenen Partner "Long Hui" gezeugte Nachwuchs wohl bald aus dem Haus. So wird "Yang Yang" exakt 100 Bilder gestalten, erhältlich um jeweils 490 Euro mit Echtheitszertifikat.

Gemalt wird an einem Gitter hinter den Kulissen, an das "Yang Yang" komme, sobald sie Lust dazu habe. Als Belohnung gibt es Karotten und Süßkartoffeln. "Passend zur Färbung der Großen Pandas malt sie schwarz auf weiß. "Ihr Stil ist immer unterschiedlich: von schwungvoll bis dezent", berichtete Zoologin Eveline Dungl.

Der geplante Bildband von Zoo-Fotograf Daniel Zupanc soll im Dezember zweisprachig auf Deutsch/Englisch erscheinen und die Geschichte der Pandas in Schönbrunn erzählen: von den ersten Verhandlungen mit China über die Ankunft 2003 in Wien bis hin zu den aktuellen Zwillingen. Für die Finanzierung braucht er 25.000 Euro. Die Gemälde sind auf einer Crowdfunding-Plattform unter www.startnext.com/pandas erhältlich. Zudem gibt es erstmals eine Backstage-Führung zu den Pandas sowie gerahmte Bambus-Stäbe mit Bissspuren.

"Yang Yang" ist nicht das erste Schönbrunner Zoo-Tier, das zu Pinsel und Farbe greift: Die im Frühjahr 42-jährig verstorbene Orang-Utan-Dame "Nonja" malte im Zuge eines Beschäftigungsprogrammes in den 90er-Jahren viele Bilder und wurde so weltberühmt.