Vassilakou peilt Busbahnhof bei Dusika-Stadion an. Wohin der geplante neue Busbahnhof Wiens hinkommt, ist nach wie vor ungewiss. Kolportiert wird seit längerem, dass er beim Ferry-Dusika-Stadion angesiedelt werden soll. Planungsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) hat am Mittwoch im Gemeinderat nun bestätigt, dass dieser Standort angepeilt werde.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 27. Februar 2019 (11:57)
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Es gibt noch Details zu klären

Fix sei er aber noch nicht, verwies die Ressortchefin auf noch zu klärende Details mit dem Bezirk. Vassilakou sagte in der Fragestunde, dass im Zuge der Prüfung möglicher Standorte drei Kandidaten als gut bewertet worden seien. Am besten abgeschnitten hat demnach der Verteilerkreis, wo das Busterminal ursprünglich auch errichtet hätte werden sollen. Der Bezirk Favoriten legte sich allerdings quer, der Plan wurde fallengelassen.

Das Dusika-Stadion in der Leopoldstadt sei eine jener zwei Locations, die ebenfalls sehr positiv bewertet worden seien, und die darüber hinaus Vorteile aus verkehrsorganisatorischer Sicht habe: "Es geht darum, dass die Strecken, die die Busse im Stadtgebiet zurücklegen, möglichst kurz sind."

Letzte offene Punkte müssten nun mit dem Bezirk noch abgestimmt werden: "Ein Busbahnhof ist keine Kleinigkeit, ist kein Würstelstand. Und wie wir wissen, kann schon ein Würstelstand eine Tragödie in einem Bezirk auslösen." Aber sie sei zuversichtlich, die offenen Punkte nun rasch klären und "zeitnah" dann das Projekt der Öffentlichkeit vorstellen zu können. Den Optimismus begründete Vassilakou nicht zuletzt damit, dass es - im Gegensatz zu Favoriten - in der Leopoldstadt keine "Front der Ablehnung" gegeben habe.

Die Planungsstadträtin hatte schon im Gemeinderat kurz vor Weihnachten davon gesprochen, dass der Standort in wenigen Tagen verraten werden könne. Die Verzögerung erklärte sie heute damit, dass die angesprochenen Ungereimtheiten mit dem Bezirk nicht so schnell hätten beseitigt werden können als gedacht: "Daran spießt es sich immer noch, aber es geht voran."

Um Verkehrsaspekte ging es nach der Fragestunde auch in der Aktuellen Stunde. Die NEOS wählten nicht zuletzt im Zusammenhang mit der Debatte um Lkw-Abbiegeassistenten als Titel "Kinderleben retten - machen wir Wiens Schulwege sicher!" als Thema. Die Pinken forderten von der Stadt dabei erneut ein Sonderbudget für Verbesserungsmaßnahmen.

Die ÖVP wiederum wollte im Zuge der Sitzung "islamistische Tendenzen in Wien" auf die Tagesordnung heben - und zwar mittels Dringlicher Anfrage, die erst am Nachmittag behandelt wird. 30 Fragen wurden an Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) gestellt. Die Volkspartei erbittet Auskünfte u.a. zu Förderungen für "islamische" Vereine oder Kindergärten und fragt nach Maßnahmen, welche die Stadtregierung gegen das "Entstehen von islamistischen Parallelgesellschaften" unternimmt.

Einigermaßen emotional könnte es bereits um die Mittagszeit werden. Denn das umtriebige Grünen-Urgestein Christoph Chorherr wird dann seine Abschiedsrede halten. Er verabschiedet sich nach knapp drei Jahrzehnten im Gemeinderat und Landtag aus der Kommunalpolitik. Wobei er am morgigen Donnerstag noch einmal für Aufsehen sorgen will. Der scheidende Planungssprecher richtet nämlich eine "Abschieds-Pressekonferenz" aus, im Rahmen derer die "Vorstellung eines außergewöhnlichen Projektes" in der Donaustadt angekündigt ist.