Schäden durch Föhnsturm in Vorarlberg und Kärnten. Der Föhnsturm hat am Montag Schäden in mehreren Teilen Österreichs verursacht. In Vorarlberg wurde die Feuerwehr am Montag bis 16.00 Uhr 82 Mal zu Einsätzen im Großraum Feldkirch gerufen. Bäume wurden von den heftigen Windböen geknickt oder entwurzelt, Häuser und Fahrzeuge beschädigt sowie Dächer abgedeckt. Verletzt wurde niemand. In Kärnten kam es wegen umgestürzter Bäume zu Stromausfällen.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 11. Dezember 2017 (16:21)
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Lawinenwarnstufe vier in Vorarlberg

Wie Josef Stocker, Sprecher des Landesenergieversorgers Kelag, auf Anfrage sagte, waren am Nachmittag etwa 1.000 Haushalte ohne Strom. Auf der Villacher Alpe wurden Windspitzen von mehr als 140 km/h gemessen. Besonders vom Sturm betroffen waren die Karawanken und das Rosental, in einigen Gemeinden in den Bezirken Klagenfurt-Land und Völkermarkt, aber auch in der Innerkrems (Bezirk Spittal an der Drau) wurden Stromleitungen beschädigt. Die Kelag sei jedenfalls "in Bereitschaft", sollten noch mehr Störungen auftreten, so Stocker.

In Vorarlberg blockierten entwurzelte oder umgeknickte Bäume auch Zufahrtsstraßen, wie ein Feuerwehreinsatzleiter der APA sagte. Diese seien gesperrt worden, es gebe kurzfristige Umleitungen. "Aber nichts Dramatisches", beschwichtigte er. Bereits am Montagvormittag wurden am Diedamskopf Sturmspitzen bis zu 130 Kilometer pro Stunde gemessen. Gemäß der Wettervorhersage rechnete die RFL mit einer Beruhigung der Lage ab 18.00 Uhr.

Aus den anderen Regionen Österreichs lagen noch keine Meldungen überSchäden vor. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in der Früh für viele Regionen Wetterwarnungen ausgegeben. Im Bergland bläst bis Dienstagvormittag ein heftiger Föhnsturm. Auf den Gipfeln muss man mit Orkanböen zwischen 120 und 150 km/h rechnen.