FF Maria Gugging seit 1909 allzeit bereit. Am Florianitag feierte das Team um Kommandant Schuster Jubiläum.

Von Claudia Wagner. Erstellt am 11. Mai 2019 (03:51)
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Mit den Kameraden von Abschnitt und Bezirk bejubelte die Feuerwehr Maria Gugging das 110-jährige Bestehen bei einem großen Fest.

Um 4.750 Schilling kaufte die Feuerwehr nach dem Zweiten Weltkrieg einen US-Armee-Lkw, doch keiner der Kameraden hatte den Führerschein. Und: Ein Pferd fiel in den Graben, zwei Feuerwehrleute massierten die Hinterhand des Tieres, bis es wieder gehen konnte.

Das 110-jährige Bestehen der Feuerwehr Maria Gugging schreibt von einer vielfältigen Geschichte mit schwierigen Jahren, kuriosen Alarmierungen und tatkräftigem Einsatz, der die Florianis – damals wie heute – ausmacht.

„Es ist ein besonderer Anlass, jenen Feuerwehrkameraden zu gedenken, die im Jahr 1909 aus hohem Verantwortungsbewusstsein die Feuerwehr Gugging gegründet haben“, bekräftigt Kommandant Dietmar Schuster zum Jubiläum, „ihr Idealismus und ihre Einsatzbereitschaft sind bis heute in unserer Wehr verankert und bilden die Grundlage unserer Feuerwehr.“ Damals war es größtenteils Feuer, das die Freiwilligen zu bekämpfen hatte. Heute reicht das Alarmierungs-Spektrum von Bränden, technischen Einsätzen und Hilfeleistung bei Naturkatastrophen.

„Idealismus und Einsatzbereitschaft sind bis heute verankert und bilden die Grundlage unserer Feuerwehr.“ Kommandant Dietmar Schuster

Zum Einsatz sind die Florianis allzeit bereit. Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager lobte das Rund-um-die-Uhr-Engagement: „Ich kenne keinen Feuerwehrler, dem die Motivation fehlt.“ Der Laudatio zum Jubiläum schloss sich auch Bezirkshauptmann Andreas Riemer an: „Die, die sich damals dieser Idee verschrieben, konnten nicht ahnen, welchen Erfolg ihre Idee haben wird. Selbst schwierige Zeiten konnten den Erfolgsweg nicht bremsen.

Der Stellenwert der Feuerwehr ist groß – sowohl als Helfer, als auch als Institution. Ortsvorsteher Johann Bauer ist von der wichtigen Bedeutung der Florianis für Maria Gugging überzeugt: „Die Feuerwehr trägt zu einem überwiegenden Teil zur funktionierenden Ortsgemeinschaft bei.“

Im Wallfahrtsort sind die Freiwilligen auch außerhalb des Dienstes im Einsatz für Nachbarn und Freunde: als Veranstalter, Mitorganisatoren und Standbetreiber, Helfer oder launige Stammgäste bei Feiern und Events. Schuster: „Unserer Ortsbevölkerung gilt ein besonderer Dank, dass die Feuerwehr bei allen Festen und Spendensammlungen großartig unterstützt wird.“ Gelegenheit dazu bekommen die Maria Gugginger im August: Von Freitag, 9. bis Sonntag, 11. August, locken die Kameraden zum traditionellen FF-Fest im Feuerwehrhaus.