6. Gartentage wurden feierlich eröffnet. Abtprimas Bernhard Backovsky und LH St. Mag. Wolfgang Sobotka eröffneten am 5. Juni 2014 die 6. Gartentage im Stift Klosterneuburg. Zahlreiche Gäste aus Wien und Niederösterreich bewunderten die Ausstellung, Aussteller und Verkaufsstände.

Erstellt am 06. Juni 2014 (12:50)
Mag. Stefan Schmuckenschlager, Bgmst. Klosterneuburg, Generaloberin Sr. Michaeler Pfeiffer, Stv. Präsidentin Verein Klösterreich, Abtprimas Bernhard Backovsky Can. Reg., Propst Stift Klosterneuburg, Prof. Norbert Gollinger, Dir. ORF Landesstudio NÖ und Mag. Wolfgang Sobotka, Landeshauptmann Stellvertreter Niederösterreich bei der Eröffnung der 6. Gartentage am 5. Juni 2014.
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Unter dem Motto „Gärten der Jahrhunderte“ präsentiert sich die heurige Ausstellung ganz im Rahmen des 900-jährigen Jubiläums des Stiftes Klosterneuburg. So lobte Landeshauptmannstellvertreter Wolfgang Sobotka in seiner Eröffnungsrede die vorbildlich angelegten Gärten der Jahrhunderte: „In diesem besonderen „Natur im Garten“ Schaugarten wird die Geschichte der Gartenkunst und ihre Entwicklung im Laufe der Jahrhunderte erlebbar. Die Kriterien der Aktion „Natur im Garten“ werden hier vorbildlich umgesetzt, und es wird gezeigt, dass naturnahes Gärtnern auch in Großanlagen möglich ist.“



Abtprimas Bernhard Backovsky bedankte sich bei Sobotka und allen, die dabei geholfen haben dies zu realisieren und lud die Gäste zur Besichtigung der Gartenanlage und den Besuch der Aussteller ein.

Höhepunkt im Monat Juni des Vereins Klösterreich

Kloster- und Stiftsgärten sind Oasen der Ruhe, die zur Einkehr und Entspannung einladen. Zugleich geben sie Raum um Kultur und Natur zu erleben. Die von Gärten umgebenen Stifts- und Klosteranlagen prägen und bereichern seit Jahrhunderten das Erscheinungsbild Österreichs. „Gärten der Jahrhunderte“ - Klosterneuburgs Gärten spiegeln die Stile der Epochen wider. Der Konventgarten im Englischen Stil mit Orangerie und Jakobsbrunnen, der Kreuzgarten (Paradiesgärtlein) mit christlichen Symbolpflanzen, der Leopoldihof im Manierismus, der Feuerbrunnenhof im Renaissancestil und der Pfisterer- und Wassertorhof im Mittelalterstil stellen den Höhepunkt im Monat Juni des Vereins Klösterreich dar.

Gärten der Jahrhunderte in den verschiedenen Höfen des Stiftes

Mittelalter, Renaissance, Barock, Manierismus, 19. Jahrhundert und die Gegenwart: In der Gestaltung der stiftlichen Gärten ist für alle diese Zeiten Platz. Und alleine schon für diese Illustration zur Gartengeschichte ist das Stift Klosterneuburg eine Besichtigung wert.

Vom Kreuzgarten mit christlichen Pflanzenmotiven sind es nur wenige Schritte zum Leopoldihof im Stil des Manierismus und zu dem Renaissance-Garten im Feuerbrunnenhof. Ein kurzer Weg führt in den Teichgarten mit blühenden Beeten, Obstbäumen und Gräserzonen in neuzeitlicher Gestaltung. Der Konventgarten ist wie ein Landschaftspark im englischen Stil gestaltet und öffnet sich dann vor der Orangerie, einem zwischen 1834 und 1842 von Josef Kornhäusl errichteten Gewächshaus, zu einem Barockgarten. Hier bieten über 50 Austeller ihre Produkte an und geben Tipps und Tricks zur Pflanzenpflege und vielem mehr. Ein Beratungsstand informiert etwa über die Aktion  „Natur im Garten“, einen Partner der Stiftsgärtnerei, der u.a. durch öffentlichkeitswirksame Kampagnen Bewusstsein für ökologisches Gärtnern schafft. Im Pfistererstiegenhof ist ein Kuchlgartl mit alten überlieferten Gemüsesorten zu sehen, die vielleicht schon im Mittelalter hier wuchsen. Im Wassertorhof können die Besucher bepflanzte Weinfässer bewundern – eine kleine Reminiszenz an das Weingut Stift Klosterneuburg, das wie das Stift selbst heuer sein 900-jähriges Jubiläum feiert.

Umfangreiches Programm Anfang Juni 2014

Während der Gartentage sind wieder die sonst nur durch Führungen zugänglichen Gartenanlagen des Stiftes zu bewundern, wie etwa der Konventgarten oder auch die Gärten entlang der Pfistererstiege. Orchideen und Kakteen bereichern das Bild der Gärten ebenso wie dutzende Sorten von blühenden Rosen, die samt der verschiedensten Produkte, die es rund um die „Königin der Blumen" gibt, auch käuflich erwerbbar sind. Interessierten werden Beratung in Gartenfragen, eine Spezialführung mit Prof. Hademar Bankhofer, Wildkräuterführungen mit Mag. Lisa Gibon, Garten-Skulpturen, Anleitungen für Kneipp-Anwendungen, Kettensägenschnitzen, Keramikbrennen und vieles mehr geboten. Auch für kulinarische Genüsse ist  bei der Veranstaltung der Stiftsgärtnerei mit einer Grillstation, russischen Spezialitäten, selbstgebrautem Bier, veganen Köstlichkeiten und frischen Säften gesorgt.

Die Österreichischen Bundesgärten präsentieren bei den Gartentagen im Stift Klosterneuburg Informationen zu drei botanischen Forschungsreisen der Habsburger im 18. und 19. Jahrhundert nach Mittel- und Südamerika.
Der Botanische Garten der Universität Wien zeigt Raritäten der Wolfsmilch, eine Pflanzengattung aus der Familie der Euphorbiaceae mit weltweit über 2000 Arten. Der Botanische Garten sammelt und kultiviert seit über 250 Jahren Pflanzen und betreibt Forschungsaktivitäten und Arbeit im Arten- und Naturschutz auf nationaler wie internationaler Ebene.

Klösterreich, der Verein zur Förderung der kulturellen und touristischen Aktivitäten der Klöster, Orden und Stifte Österreichs, steht im Juni ebenfalls im Zeichen der Gärten und bietet ein besonders umfangreiches Programm. Die 6. Gartentage werden übrigens durch die Stv. Präsidentin von Klösterreich Hwst. Generaloberin Sr. Michaela Pfeiffer-Vogl, Marienschwestern vom Karmel Linz, eröffnet, deren Orden erstmalig auch vor Ort mit einem Stand vertreten ist.