Mehr Müll dank Virus in Klosterneuburg. Da es die Menschen aus dem Lockdown vermehrt ins Freie zieht, nehmen leider die unschönen Begleiterscheinungen in Form von Umweltverschmutzung ebenso zu.

Von Thomas Török. Erstellt am 05. März 2021 (04:04)
Bei einem Spaziergang hat sich rund um die Kompostierungsanlage Haschhof ein nicht sehr erfreuliches Bild geboten: Vom verstreuten Plastikmüll bis hin zu Papier und Aludosen konnte man dort alles finden.
privat

In Lockdown und Homeoffice fällt vielen schnell einmal die Decke auf den Kopf, und so nützen viele Klosterneuburger und Klosterneuburgerinnen die wertvollen sonnigen Tage vermehrt für Aktivitäten in der Natur. Möglichkeiten dafür gibt es in der Umgebung zum Glück ja reichlich. So weit, so gut. Doch auch diese Medaille hat zwei Seiten.

Durch die steigende Zahl von Spaziergängern auf den Wegen steigt nämlich leider auch die Menge an Umweltsünden. Auch die Gemeinde ist hierauf bereits aufmerksam geworden: „Es muss schon vermehrt appelliert werden, Müll nicht einfach in die Gegend zu werfen – im aktuellen Amtsblatt widmet sich daher auch ein Artikel dem Thema ,Immer sauber halten‘“, so Gabriele Schuh-Edelmann vom Bürgermeisteramt.

Der Müll in der Natur liegt naturgemäß bunt gemischt in der Gegend herum. Doch wie halten es die Einwohner Klosterneuburgs mit dem Hausmüll? Aus dem Bürgermeisteramt heißt es dazu: „In Sachen Mülltrennung ist keine Verschlechterung spürbar, diese funktioniert sehr gut. Ebenso die Biomüllsammlung. Zumindest sind die leider immer wieder vorkommenden Fehlwürfe nicht gestiegen. Beim Plastikmüll ist weder ein Rückgang noch ein Anstieg zu bemerken.“

Wegen Corona mehr Abfall in Haushalten

Doch nicht nur auf den Spazierwegen, auch in den Haushalten nimmt die Menge an Abfall zu. Laut den Zahlen von der Gemeinde ist die Menge an Restmüll im Vergleich zum Jahr 2019 um vier Prozent gestiegen. Vor allem bei Kartonagen verzeichnete der Wirtschaftshof einen Zuwachs von gleich zehn Prozent.

„Die Zahlen und Umstände spiegeln jedoch anscheinend die Corona-Krise mit vermehrtem Homeoffice bei gleichzeitig geschlossener Gastronomie und damit mehr Essensversorgung in den eigenen vier Wänden (Hausmüll), Bestellungen im Internet (Kartonagen) sowie die Ausrichtung auf Renovierungs- und Heimwerkerprojekte wieder“, erklärt Schuh-Edelmann diesen Anstieg.