Stall abgebrannt: Klosterneuburger hilft. In Ungarn kamen bei Brand 44 Hunde, davon 25 Welpen, ums Leben. Klosterneuburger sammelt Spenden und Hilfsgüter für sein Herzensprojekt.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 02. Februar 2017 (05:14)
NOEN, privat
Michael Ruttner (r.) konnte in der Horrornacht nur noch die verschreckten Tiere trösten.

Vor vier Jahren starb die treue Hündin der Klosterneuburger Familie Ruttner. Um über die Trauer einigermaßen hinwegzukommen, wollte sich die Familie einen neuen Hund anschaffen. Sie wurde bei einem Tierheim in Ungarn fündig. „Seither fahre ich mindestens einmal pro Monat dorthin und biete meine Hilfe an“, erklärt Familienvater Michael Ruttner. Vergangene Woche brannte das Tierheim komplett ab.

Das Tierheim liegt 30 Kilometer von Budapest nahe der Ortschaft Kiskunlachaza. „Eine sehr ärmliche Gegend“, erzählt Michael Ruttner, der in Klosterneuburg durch seine freiwillige Tätigkeit bei Animal Care Austria eine kleine, aber feine Tierschutzcommunity gegründet hat und regelmäßig Hilfsgüter nach Ungarn bringt. Vergangenen Dienstag erhielt er einen Anruf – Ein Stall des Tierheims ist abgebrannt. Von den 49 darin untergebrachten Hunden, davon 25 Welpen, konnten nur fünf gerettet werden.

Kabelbrand dürfte Auslöser gewesen sein

„Das ist eine Katastrophe, das gesamte Gebäude ist bis auf die Mauern abgebrannt“, berichtete Ruttner, der noch in derselben Nacht nach Ungarn fuhr. „Als wir dort ankamen, konnten wir nur noch die geschockten Menschen und die überlebenden Hunde trösten“, so Ruttner.

Nun ist der Klosterneuburger auf der Suche nach Helfern und vor allem Spendern: „Das Tierheim ist in seiner Existenz bedroht. Über 200 überlebende Hunde und 60 Katzen brauchen unsere Hilfe.“

Was den Brand ausgelöst haben könnte, steht noch nicht zur Gänze fest: „Es dürfte ein Kabelbrand gewesen sein“, so Ruttner.

In Klosterneuburg stehen überall Spendenboxen, unter anderem im Kritzendorfer Amtshaus, wo Ortsvorsteherin Ingrid Pollauf Spenden sammelt.

Animal Care: Spendenkonto

Verwendungszweck: „Feuer im Tierheim“; Raiffeisenbank Wien; BIC: RLNWATWW; IBAN: AT29 3200 0000 1127 4065