Die Corona-Hotline im Klosterneuburger Rathaus hilft. Seit einem Jahr gibt es die Bürgerservice-Hotline im Rathaus. Gerade älteren Personen kann damit gut geholfen werden.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 07. April 2021 (04:07)
Bis zu zwölf Mitarbeiter helfen im Rathaus gerade älteren Personen bei Fragen rund um Covid-19.
NÖN, NÖN

Seit dem ersten Lockdown im März 2020 bietet die Stadtgemeinde unter 02243 / 444-238, -239, -437 eine Bürgerservice-Hotline an, zunächst als Unterstützung für das Team Österreich des Roten Kreuzes. Rasch wurde die Hotline jedoch zu einer fixen Einrichtung für Fragen und Hilfestellung rund um Covid-19. Bis zu zwölf speziell geschulte Mitarbeiter geleiten einfühlsam, geduldig und kompetent die Bürger durch die Krise.

Die Mitarbeiter der Stadtgemeinde stehen vor allem den älteren Klosterneuburgern zur Seite. Hauptziele der Hotline sind es, eine Anlaufstelle zu bieten und fundierte Informationen weiterzugeben. Das Team versucht nach bestem Wissen und Gewissen, Hilfe zu leisten oder an die richtigen Stellen weiterzuleiten.

„Ein großes Danke gilt dem großen Teil der Bevölkerung, der Ruhe bewahrt und Verständnis zeigt.“ Mitarbeiter der Hotline in der Stadtgemeinde

„Was manchmal gar nicht so einfach ist, denn die Gemütslage ist in der Bevölkerung zuweilen aufgeheizt. Bis hin zu ‚dumme Kuh‘ müssen sich die Mitarbeiter so Einiges gefallen lassen“, berichtet man aus dem Rathaus. In solchen Momenten würde der Dienst in der Hotline durchaus zur Belastungsprobe. Mit der nötigen Portion Geduld und Zusammenhalt könne jedoch fast jedes Problem gelöst werden.

Alle Telefonistinnen sind somit auch ein wenig Seelsorger, haben ein offenes Ohr und sind mit Herz und Seele dabei. Ein großes Danke gilt dem großen Teil der Bevölkerung, der Ruhe bewahrt und Verständnis zeigt. Eines steht auch weiterhin fest: Das Hotline-Team ist jeden Tag aufs Neue im Einsatz, um die vorhandenen Informationen zu teilen und sein Bestes zu geben. Die Hauptproblematik ist, gerade für ältere Personen, die Anmeldung zur Impfung. Hier ein Fall, geschildert vom Rathaus, der symbolhaft die Schwierigkeiten älterer Personen beim Anmelden schildert:

Ein Herr älteren Jahrgangs ruft verzweifelt bei der Hotline an und meint, er hätte sich und seine Frau zur Impfung angemeldet, sich den Termin ausgesucht und auch gebucht. Er habe die Arztpraxis angerufen, um sich zu vergewissern, dass seine Daten beim Arzt angekommen seien. Die Praxis hatte seine Termine aber nicht, und der Arzt meinte, da müsse er beim Land NÖ anrufen. Das Land konnte ihm auch nicht weiterhelfen und gab den Rat, er solle bei der Stadtgemeinde Klosterneuburg anrufen. Die Mitarbeiterin der Stadtgemeinde: „Bei seiner Schilderung war mir klar, dass er gar nicht bis zur Buchungsmaske gekommen ist, denn dort gibt man dann seinen vollständigen Namen und seine E-Mail Adresse ein, um den gebuchten Termin per ankommender Mail zu bestätigen. Also hatte er sich keine Termine gebucht.“

„Ich sagte, sie müssen nicht sterben, ich trage beide in unsere Impfliste ein, und wir werden ihnen einen Termin buchen. Das ist dann auch so geschehen. Es ist schön, so helfen zu können.“

Der ältere Herr sei dann so verzweifelt gewesen, dass er meinte, er und seine Frau würden lieber an Covid-19 sterben als noch einmal in diese Terminbuchungen einsteigen zu müssen. Die Mitarbeiterin: „Ich sagte, sie müssen nicht sterben, ich trage beide in unsere Impfliste ein, und wir werden ihnen einen Termin buchen. Das ist dann auch so geschehen. Es ist schön, so helfen zu können.“