Schwerer Unfall: Rot-Kreuz-Fahrer eingeschlafen?. Kurz vor dem Kreisverkehr kommt ein Rotkreuz-Fahrzeug auf der B14 von der Fahrbahn ab und kracht in die Ampelanlage. Ursache wahrscheinlich Sekundenschlaf.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 31. Dezember 2019 (04:08)
An dieser Stelle passierte das Unglück. Der Rot Kreuz Wagen krachte links in die Fahrbahninsel. Die Polizei und das Rote Kreuz rätseln noch über die Unfallursache. Es könnte Sekundenschlaf gewesen sein.
Hornstein

Nach einem Patiententransport war der Sanitätseinsatzwagen bereits auf dem Heimweg nach Klosterneuburg. Auf der B14 verlor der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug und krachte in die Verkehrsinsel.

Am 21. Dezember ist es gegen 8 Uhr früh zu einem Verkehrsunfall eines Sanitätseinsatzwagens auf der B14 Fahrtrichtung Klosterneuburg gekommen. Der Wagen war auf der Heimfahrt von einem Patiententransport. Daher war zum Augenblick des Unfalles nur das Team, bestehend aus zwei Sanitätern und einer Sanitäterin, an Bord. Der Unfall selbst geschah bei der Verkehrsinsel beim Schutzweg, kurz vor der Abfahrt zum Kreisverkehr „Industrieviertel“. Das Fahrzeug kollidierte mit der Verkehrsinsel. Die Lampenanlage wurde dabei beschädigt. Das Fahrzeug ist zum derzeitigen Stand ein Totalschaden. Glücklicherweise war kein anderes Fahrzeug beim Verkehrsunfall betroffen. Das Team wurde durch Kollegen der Bezirksstelle versorgt (Rettungstransportwagen, Notarzteinsatzfahrzeug).

Über die Unfallursache gibt es bis dato nur Vermutungen. Der Einsatzwagen war korrekt mit etwa 50 Stundenkilometern unterwegs gewesen, hört man aus dem Polizeikommissariat Klosterneuburg. Der lenkende Sanitäter und die Sanitäterin als Beifahrerin wären angegurtet gewesen. Im Patientenraum befand sich ein Sanitäter, der nicht angeschnallt gewesen sein soll. Die Polizei nimmt an, dass der Lenker aufgrund eines Sekundenschlafes nach links abgekommen und in der Folge ungebremst gegen einen Steher der dortigen Ampelanlage gekracht sei. Durch die Wucht des Anpralles wurde er gegen die Trennwand des Rettungswagens geschleudert und zog sich dadurch eine Schädelverletzung zu.

„Vor Ort funktionierte die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Klosterneuburg und der Polizei Klosterneuburg ausgezeichnet. Die Kollegen wurden vor Ort erstversorgt“, berichtet Thomas Wordie vom Roten Kreuz Klosterneuburg. Ein Sanitäter wurde in ein Wiener Unfallkrankenhaus zur Beobachtung transportiert. „Das Wichtigste ist, dass es unseren Kollegen gut geht. An einem Ersatz für das Fahrzeug wird gerade gearbeitet“, so RK-Bezirksstelle-geschäftsführer Christian Gröschl.