Natur pur an der Donau. Seit mehr als 100 Jahren besteht das Strombad Kritzendorf. Über Generationen ist die bekannte Erholungsoase im Sommer der Lieblingsort für zahlreiche Klosterneuburger.

Von Claudia Wagner. Erstellt am 19. Juli 2014 (06:01)
NOEN, Wagner
Vierbeiner Silver ist der treue Begleiter von Heike Rudolph (r.). Auch im Strombad ist der Hund an der Seite seines Frauchens und Freundin Isabella Prinz. Das natürliche Flair der Badeoase lockt das Trio aus Wien bei heißen Temperaturen nach Kritzendorf.

Die warmen Sonnenstrahlen locken die Klosterneuburger ans Wasser — aber nicht irgendwohin, sondern ins Kritzendorfer Strombad. Und das schon seit Generationen.

Als eines der ersten Freiluftbäder Österreichs wurde 1903 mit dem Bau der Badeoase begonnen. Rasch wurde die „Riviera an der Donau“, wie das Strombad liebevoll genannt wurde, zum Lieblingserholungsort vieler bekannter Persönlichkeiten. Künstler holten sich in der schönen Landschaft Inspiration. Über die Jahre entstand eine große Siedlung um das lieb gewonnene Strombad. Das Flair der damaligen Zeiten spiegelt sich noch heute in zahlreichen Häuschen wieder. Eingesessene Stammgäste können sich keine bessere Wohlfühl-Oase als das Strombad vorstellen.

Schöne Landschaft und freier Eintritt

So auch Johann Mach. „Ich komme seit meinem achten Lebensjahr immer wieder nach Kritzendorf“, erzählt der 74-Jährige. Was ihn am Strombad fasziniert? „Die Landschaft ist einfach wunderschön“, verrät der Wiener, „und außerdem zahlt man hier keinen Eintritt.“ Oft düst der Pensionist mit seinem Motorboot von der Kuchelau die Donau entlang. Ein Stopp im Strombad stehe bei solchen Ausflügen immer am Tagesprogramm.

Den Weg aus der Bundeshauptstadt in die Babenbergerstadt fand auch Isabella Prinz mit Freundin Heike Rudolph. Einen weiteren Begleiter haben die Damen ins Strombad gebracht: Vierbeiner Silver. „Es ist ein Riesenvorteil, dass auch der Hund mit darf“, ist Prinz von der Kritzendorfer Badeoase begeistert. Auch Silver genieße es, in der Wiese am großen Badeareal herumzutollen.

Außerdem sei das Naturbad auch im Sommer nicht überfüllt. Deswegen nehmen die Freundinnen bei heißen Temperaturen oft den Weg nach Kritzendorf auf sich — und zwar mit dem Fahrrad.

Auch am Drahtesel ist Papa Alois Kohlmayr mit seinen Kindern Lena und Simon angereist. „Die große Wiese ist zum Frisbee oder Volleyballspielen ideal“, schwärmt der Klosterneuburger. In den Ferien werde die Familie das Bad noch öfters besuchen.