Gunnebo Group weist Spekulationen zurück. Nach den illegalen Leerungen von Schließfächern in drei Banken in Mödling, Klosterneuburg (Bezirk Tulln) und Wien hat die schwedische Gunnebo Group Spekulationen in Medien zurückgewiesen, wonach ein Hacker-Angriff, dem das Unternehmen im August 2020 ausgesetzt war, mit den Diebstählen in Verbindung stehen könnte. Dies sei auszuschließen.

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 01. Dezember 2020 (11:47)
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Die laut Aussendung irrtümliche Verbindung sei durch ein Interview mit einem Linzer Cyber-Experten entstanden, der mutmaßte, dass die Täter über "Masterkey-Passwörter" verfügt haben könnten oder diese durch den IT-Angriff auf Gunnebo erbeutet hätten. Dies sei "technologisch ausgeschlossen": Der Quellcode für die Software von automatischen Schließfachanlagen würde mit strengsten Sicherheitsvorkehrungen geschützt und sei für Externe nicht zugänglich.

Diese Daten waren beim Hacker-Angriff auf Gunnebo im August 2020 definitiv nicht betroffen. Dies hat eine detaillierte Analyse der damals betroffenen Daten eindeutig bestätigt. Eine Verbindung zwischen den beiden Vorfällen sei daher technisch ausgeschlossen.

Von den Angriffen vor mittlerweile mehr als zwei Wochen waren laut Polizei 68 Depots betroffen. Die Schadenssumme erreicht zweistellige Millionenhöhe. Eingang in die Geldinstitute verschafften sich die Täter, indem sie zuvor die Zutrittssysteme manipuliert hatten.