Weidling

Erstellt am 11. Februar 2019, 04:35

von Julia Schönberg

Weidling: Parkplatznot im Ort?. Das ehemalige Feuerwehrhaus wird einem Neubau weichen. Dadurch fallen Parkplätze weg. Anrainer befürchten in Zukunft Parkplatznot in der Brandmayerstraße.

Noch steht das ehemalige Feuerwehrhaus, die Sorgen um die wegfallenden Parkplätze bestehen aber ebenso weiter.  |  privat

Bereits im August 2018 berichtete die NÖN über den geplanten Neubau an der Stelle des ehemaligen Zeughauses der Freiwilligen Feuerwehr Weidling. Ängste über die zukünftige Parkplatzsituation wurden laut. Zu diesem Zeitpunkt wandte sich Anrainerin Diana Gaspar, die selbst in der Brandmayerstraße wohnt, an die Stadtgemeinde Klosterneuburg und erhielt von Vizebürgermeister Roland Honeder folgende Aussage zur zukünftigen Parkplatzlage rund um den geplanten Neubau: „Damit auch in weiterer Zukunft möglichst viele Stellplätze in dem Gebiet zur Verfügung stehen, arbeiten wir an Konzepten, um unter Heranziehung von Liegenschaften der Gemeinde zusätzlich Stellplätze in diesem Gebiet zu schaffen.“ Honeder schilderte in seiner damaligen Antwort die Bemühungen der Stadtgemeinde hinsichtlich der Parkplatz-Konzepte.

Start des Neubaus noch nicht bekannt

Ein knappes halbes Jahr und eine Präsentation des Bauträgers und der Architekten des geplanten Neubaus später ist es um den Neubau etwas stiller geworden, doch die Fragen nach Lösungen der befürchteten Parkplatz-Knappheit bleiben bestehen.

Im vergangenen September fand beim Heurigen Trat-Wiesner ein Info-Abend zu dem geplanten Neubau statt. Die Verantwortlichen der gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft „Heimat Österreich“ sowie die verantwortlichen Architekten von „Syntax“ stellten sich allen Fragen aus der Bevölkerung. Auch das Thema Parken kam auf den Tisch. Dabei wurde von Ortsvorsteher Martin Trat versichert, dass die Gemeinde die Bevölkerung in dieser Angelegenheit nicht im Regen stehen lassen würde.

Info-Abend beruhigte Anrainer-Gemüter

Auch Grünen-Stadtrat Sepp Wimmer erklärte damals, dass nicht das Projekt, sondern der Parkraum das Problem für viele darstelle, und fragte nach Verkehrskonzepten. Genau darum geht es Diana Gaspar in einem neuerlichen Schreiben, welches sie an den in Weidling lebenden Vizekanzler Heinz-Christian Strache richtete. In ihrem Schreiben erläutert sie ihre Befürchtung, dass durch das Wegfallen der aktuell genutzten Parkplätze auf dem Gelände der ehemaligen Feuerwehr die Bewohner des Strauß-Hauses dann alternative Parkplätze suchen werden und hierfür wohl auch die Brandmayerstraße nutzen würden. Ihr Haus samt Grundstück verfüge leider über keine Parkplätze, und somit wären sie und ihr Mann gezwungen, ebenfalls die Parkplätze auf der Brandmayerstraße zu nutzen.

Die Leiterin des Bürgerservice vom Kabinett des Vizekanzlers, Brigitte Schindl, antwortete Gaspar im Namen von Strache: „Wir können Ihren Unmut im Zusammenhang mit der Errichtung des neuen Wohnkomplexes sowie der dadurch entstehenden Parkplatzsituation durchaus nachvollziehen. Leider sind ihm im Rahmen unseres Ressorts – dem BMöDS – diesbezüglich die Hände gebunden, da sich der von Ihnen geschilderte Sachverhalt außerhalb unserer Kompetenzen befindet.“

Verkehrsstadtrat Kehrer versucht zu beruhigen

Gaspar richtete ihr Schreiben auch an die Gemeinde, also an Stadtrat Johannes Kehrer. „Mich haben schon zahlreiche Weidlinger diesbezüglich kontaktiert, auch haben wir im Ausschuss schon über Möglichkeiten beraten, wie wir diese Situation entschärfen können“, so Kehrer. Außerdem versichert Kehrer, dass er in dieser Sache über politische Grenzen hinweg weiter versuchen werde, das Bestmögliche herauszuholen, und eventuell in anderen, naheliegenden Straßenzügen durch Bodenmarkierungen noch Parkraum schaffen könnte.