Klosterneuburger Stiftskeller: Gastlichkeit seit über 100 Jahren

Erstellt am 07. August 2022 | 05:01
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8431165_klo31_28_100jahrenoe_umbau_stiftskeller.jpg
Von 1957 bis 1959 wurde der „Stiftskeller“ umgebaut und auch die Kellerräume wurden revitalisiert.
Foto: Stadtarchiv Klosterneuburg
Das beliebte Lokal im alten Getreidekasten des Stifts Klosterneuburgs wurde in den Jahren 1957 bis 1959 renoviert und umgebaut.
Werbung

440_0900_494483_noe99logo_100jahrenoe.jpg
Foto: NOEN

Das Lokal im Herzen des Augustiner Chorherrenstifts ist nicht nur eine beliebte Einkehrmöglichkeit bei Besuchern der Stadt. Auch viele Klosterneuburger gehen dort seit Generationen essen. Die Geschichte des Gebäudes beginnt schon im 17. Jahrhundert.

Mit dem Umbau des Stiftskellers Klosterneuburg fand von 1957 bis 1959 die erste Rückführung eines Gebäudes aus dem 17. Jahrhundert in seine ursprüngliche Bausubstanz statt. Im November 1959 konnten diese Arbeiten abgeschlossen werden.

Der alte Getreidekasten wurde 1670 im „Grashof“ unter Propst Bernhard Schmeddingh erbaut. 1864 wurde darin ein Gastlokal eingerichtet – die Grundlage des Stiftskellers, der nun mehr den Namen „Leopold“ trägt und immer noch für Gastfreundlichkeit steht.

Wie die Klosterneuburger nach dem Umbau vor über einem halben Jahrhundert feststellten, war es dabei besonders wichtig, dass der ehemalige Schüttkasten einer Funktion zugeführt wurde, die seinen Bestand sicherstellte. Dabei wurden alle vorher erfolgten Einbauten sowie die äußeren Anbauten entfernt und die zum Betrieb des Lokals notwendigen Räume in einem seitlichen Anbau untergebracht. Die einzige Veränderung des ursprünglichen alten Baukörpers erfolgte durch den Einbau eines Stiegenhauses.

„Nomen est omen“ für viele Jahrzehnte

Durch die Anlage einer Fußbodenheizung sowie die Installation der Entlüftungsanlage mithilfe eines Rohrsystems – unter Putz in den massiven Außenwänden – blieb der räumliche Eindruck des alten Schüttkastens gewahrt. Die Räume für Heizung und Lüftung sowie die damals noch notwendige Öllagerung wurden unter dem jetzigen Parkplatz untergebracht.

In die Neuplanung wurden auch die herrlichen Kellerräume miteinbezogen, wodurch danach der Name „Stiftskeller“ seine sinngemäße Berechtigung bekommen hatte. Das frühere Stiftskeller-Restaurant hatte nämlich nie ein richtiges „Kellerlokal“, sondern nur ebenerdige Räume. Der jetzige Keller musste zunächst von großen Mengen Schutt befreit werden, die dort unten lagerten, bevor er nicht nur Teil des Lokals, sondern eben auch lange Zeit Namensgeber wurde.

Weiterlesen nach der Werbung