Kino Klosterneuburg wird zu Veranstaltungssaal. Seit Jahren steht das Kino Klosterneuburg leer. Die Stadtgemeinde sucht fieberhaft nach einem langfristigen Pächter.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 05. Juni 2019 (04:15)
Hornstein
Im Herbst 2013 lief im Klosterneuburger Kino der letzte Film ab. Seit dieser Zeit steht es leer, und es wird auchkeine Filme mehr geben. Das Kino soll ein Veranstaltungsort werden.

Bis Ende 2013 leitete Christine Münch das Kino Klosterneuburg am Rathausplatz. Bis Dezember 2013 lief ihr Pachtvertrag. Dann ging sie in Pension. Erste Konzepte über eine Weiterführung de Kinos lagen schon ein paar Monate später auf den Schreibtischen von Kulturstadtrat Konrad Eckl und dem Leiter des Kulturamts Franz Brenner. Doch dann wurde es still um das alte Kino.

„Für das Kino soll ein Nutzungs- und Sanierungskonzept erstellt werden."

„Für das Kino soll ein Nutzungs- und Sanierungskonzept erstellt werden. Referatsleiter Franz Brenner soll die Kino-Räumlichkeiten provisorisch verwalten“, hieß es 2014. Dabei setzten die Verantwortlichen damals auf eine multifunktionale Nutzung. Sowohl ein Kinosaal als auch ein Veranstaltungssaal sollten nach einer umfassenden Sanierung der Räumlichkeiten Platz finden.

Kulturstadtrat Konrad Eckl 2014 im NÖN-Gespräch: „Wir wollen der Stadt Klosterneuburg einen Kinobetrieb erhalten und gleichzeitig räumlichen Bedarf der Stadt selbst und der Kulturschaffenden decken. Das Kino soll saniert und der Saal künftig multifunktional genutzt werden.“

Kinobetrieb ist unrentabel

Heute, mehr als vier Jahre später, hat sich die Meinung etwas geändert. „Ein Kinobetrieb kann sich nicht rechnen“, ist Kulturstadtrat Konrad Eckl (ÖVP) heute überzeugt. Das alte Kino soll zum Veranstaltungssaal umfunktioniert werden.

„Was wir in Klosterneuburg brauchen, ist ein mittlerer Veranstaltungssaal mit etwa 150 Sitzplätzen“, weiß Eckl. Für große Veranstaltungen hätte man die Babenbergerhalle, für kleine den Wilheringerhof. Dazwischen gäbe es in Klosterneuburg leider nichts. Dieses Vakuum soll der Kinosaal füllen.

Betreiber wird gesucht

Allerdings will die Stadtgemeinde die Kosten der Adaptierung und die des laufenden Betriebs nicht alleine bezahlen. Der Betrieb der Babenbergerhalle und des Wilheringerhofs wird ja von der Stadtgemeinde alleine bewerkstelligt. Beim Kinosaal sucht die Stadtgemeinde seit geraumer Zeit einen Betreiber.

Eckl: „Alles können und wollen wir nicht bezahlen. Wir würden uns aber bei der Restaurierung und Adaptierung zum Veranstaltungssaal seitens der Stadtgemeinde beteiligen.“ Der operative Betrieb soll aber einem Pächter übergeben werden. Die Stadtgemeinde will sich nur das Recht sichern, ein gewisses Kontingent an Spielabenden für eigene Veranstaltungen nützen zu können.

„Was wir in Klosterneuburg brauchen, ist ein mittlerer Veranstaltungssaal, mit etwa 150 Sitzplätzen.“ Konrad Eckl, Kulturstadtrat

Bei der Suche nach einem Betreiber war die Stadtgemeinde in den letzten Jahren aber nicht untätig. So gab es – nach Eckl – in den letzten Jahren immer wieder Bewerber, die mit guten Ideen gekommen sind, aber gepasst hätte es bis jetzt noch nicht.

„Wir suchen jemanden, der sowohl gute Ideen einbringt als auch den notwendigen finanziellen Background mitbringt. Das deshalb, weil wir natürlich bestrebt sind, eine langfristige Lösung für den Kinosaal zu finden“, beteuert Eckl, und da habe sich bis heute niemand Geeigneter gefunden. Und weiter: „Dieser Veranstaltungsort sollte langfristig bespielt werden und nicht nach eineinhalb Jahren wieder tot sein.“

Über den Sommer soll nun eine neue Ausschreibung starten. „Ich hoffe auf ein reges Interesse und viele Bewerbungen im Herbst, mit tollen Konzepten und Ideen“, sieht Eckl positiv in die Zukunft.

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