Stufenweises Hochfahren der Klosterneuburger Schulen. Die Schulen Klosterneuburgs öffnen wieder. An die 2.000 schulpflichtige Kinder gehen ab 14. Mai wieder in die Schule, 450 Oberstufenschüler voraussichtlich ab 1. Juni.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 06. Mai 2020 (03:57)
Im Krisenstab – bestehend aus Stadträtin Maria Theresia Eder, Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager und Stadtamtsdirektor Michael Duscher (v.l.) – war diese Woche die Öffnung der Schulen und die damit verbundene Organisation von Mund-Nasen-Schutz, Desinfektionsmittel, Information und Koordination die wesentliche Herausforderung.
Stadtg./SchuhE

Der Umstieg auf Home-Learning erfolgte in Klosterneuburg größtenteils reibungslos, direkt in den Schulen wurden nur mehr wenige Kinder betreut. Jetzt wird das Bildungssystem wieder stufenweise hochgefahren. Seit 4. Mai werden die Maturajahrgänge am Gymnasium und der HBLA für Wein- und Obstbau unterrichtet – unter Einhaltung der Distanzabstände auch in den Klassenräumen.

In einer zweiten Stufe sollen ab 14. Mai an die 2.000 schulpflichtige Kinder, dies sind die Volksschüler und die Mittelschüler, Sonderschüler und Schüler der AHS-Unterstufe, in den Schulen unterrichtet werden. Um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten, soll es zu einer „Verdünnung“ an den Schulen kommen. Zentrales Element dabei ist die Teilung der Klassen in zwei etwa gleich große Gruppen. Ab 1. Juni sollen dann die anderen Schüler der Oberstufen (etwa 450) wieder die Schule besuchen dürfen.

„Natürlich wird sich der Schulstart aufgrund der Hygienemaßnahmen mit Desinfektionsmittel, Masken, Händewaschen oder Abstandhalten auch in den Pausen nicht einfach gestalten. Er ist aber ein wichtiger Schritt, sodass wir hoffentlich im Bildungs- wie in vielen anderen Lebensbereichen wieder von der neuen Normalität zu dem von uns jetzt noch viel mehr geschätzten Normalalltag übergehen können“, meint Bildungsstadträtin Maria Theresia Eder (ÖVP).

„Mein Dank gilt allen Pädagogen“

Die Bildungsstadträtin zeigt sich ob der nächsten Wochen optimistisch. Gleichzeitig lässt sie die vergangenen Maßnahmen Revue passieren: „Durch die abrupten Schulschließungen zeigt sich erst, wie wichtig es war, schon vor mehreren Jahren in die Digitalisierung zu investieren, unsere Schulen ,digitalfit‘ zu machen! Mein Dank gilt aber vor allem allen Klosterneuburger Pädagogen, unglaublich, wie schnell das Distance Learning umgesetzt wurde!“, freut sich Eder.

Dort, wo es notwendig war, wurde – koordiniert durch die Direktorinnen – die Versorgung von Familien mit Laptops oder Internetzugängen durch die
Lionsclubs, Rotary Klosterneuburg und Elternvereine unkompliziert umgesetzt. Zusätzlich bietet auch der von der Stadtgemeinde beschlossene Coronafonds für Lehrmittel eine Entlastung.

Parallel zum digitalen Unterricht wurden Kinder in den letzten Wochen auch dort, wo es unbedingt notwendig ist, in den Schulen betreut. Diese Zahlen sind stetig steigend: in den Volksschulen von ein auf drei Prozent, NMS von 0,5 auf ein Prozent und in der Sonderschule von 3,5 auf neun Prozent.

In den Kindergärten dürfen seit Montag, 27. April, laut NÖ Landesgesetz alle Kinder unabhängig von der beruflichen Tätigkeit der Eltern den Kindergarten wieder besuchen. Ab 18. Mai sind besonders alle Kinder im verpflichtenden Kindergartenjahr und jene Kinder, die erhöhten Förderbedarf aufweisen, eingeladen, ihren Kindergarten wieder zu besuchen. Derzeit werden rund sechs Prozent in den Klosterneuburger Kindergärten betreut.