BG/BRG Klosterneuburg in der Krise: „Alle helfen mit“ . Direktorin Hemma Poledna zieht eine positive Bilanz von den ersten Schulwochen: zwei Covid-Fälle, kooperative Schulgemeinschaft.

Von Claudia Wagner. Update am 14. Oktober 2020 (19:45)
BG/BRG Klosterneuburg
NÖN

Platzbeschränkungen hier, Teilnehmergrenzen da. In der Schule ist das keine Option. Wenn täglich rund 1.330 Klosterneuburger – 1.200 Schüler und 130 Lehrer – ins Gymnasium strömen, ist in Coronazeiten Vorsicht geboten. Doch mit einem umfangreichen Hygienekatalog meistert das BG/BRG den Unterricht.

Abstand halten, Hände waschen und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes waren seit dem ersten Schultag oberste Devise. Mit der Gelbschaltung der Bezirksampel treten neue Regeln in Kraft: In der Klasse wird immer eine Maske getragen, außer die Schüler sitzen auf ihrem Platz. MNS-Pflicht ist auch am Gang und in der Aula (siehe Infobox).

„Die Kinder wollen alle alles dazu tun, dass sie weiter ins Schulhaus kommen können. Klar muss man sie manchmal an die Maske erinnern, aber sie sind sehr kooperativ.“ Hemma Poledna

Die ersten Wochen des neuen Semesters bilanziert Direktorin Hemma Poledna positiv: „Es geht uns entsprechend gut, es helfen alle mit und schauen sehr genau auf die Maske. Wir wissen, dass wir keinen hermetischen Raum bieten können.“ Die Schulgemeinschaft – Lehrer, Eltern und Schüler – arbeitet gemeinsam daran, das Beste aus der Situation zu machen. Vor allem die Schüler tragen ihren Teil bei, erzählt Poledna: „Die Kinder wollen alle alles dazu tun, dass sie weiter ins Schulhaus kommen können. Klar muss man sie manchmal an die Maske erinnern, aber sie sind sehr kooperativ.“

NOEN

Nach gut einem Monat Schule herrscht Alltag im Gymnasium. Und der sieht heuer speziell aus: Exkursionen – vor allem nach Wien – fallen großteils aus, Workshops mit schulfremden Personen können nicht stattfinden, weshalb auch der Klosterneuburger Literaturpreis verschoben wird. Der Tag der offenen Tür wird digital abgehalten. Apropos Computer: Für die Erstklässler hat die Karriere im Gymnasium mit einem Intensiv-Computerkurs gestartet. In den ersten zwei Wochen wurden sie für etwaiges Distance Learning geschult.

Nicht nur für die Schule, sondern für die ganze Stadt traurig ist die Absage des Gimpelfests. Der Schulball fällt Corona zwar zum Opfer, mit den Achtklässlern feiern will Direktorin Poledna aber dennoch: „Ich hoffe, dass wir im Mai oder Juni eine andere Situation haben werden und wir unsere Maturanten würdig feiern können.“ Dabei setzt die Schulleiterin auf den Ideenreichtum der Schüler.

Schule ist kein „hermetischer Raum“

Kreativität ist das Stichwort in diesem speziellen Jahr. Die Schulgemeinschaft hat einen besonderen Weg gefunden, um untereinander zu kommunizieren. „Walking Meetings sind der neueste Trend“, schmunzelt Poledna über Spaziergänge draußen, rund ums Schulhaus oder um den Block. Bei all den Regeln und ihrer umfangreichen Umsetzung wird der Ernst der Lage nicht vergessen. Die Direktorin weiß: „Wir können keinen hermetischen Raum bieten.“ Wenn 1.330 Personen Tag für Tag durch das Schulhaus stapfen, braucht es Maßnahmen. Aber auch Unterstützung von anderen Seiten. „Ich würde mir wünschen, dass die Gesundheitsbehörde einen Tick schneller wäre“, gibt Poledna zu.

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