WK Klosterneuburg: Krisenarbeit vor Ort. Die Wirtschaftskammer Klosterneuburg dient als Ratgeber, Informationsquelle und Kummerkasten.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 08. Mai 2020 (03:06)
WK-Obmann Markus Fuchs: „Am Anfang ging es unseren Mitgliedern vor allem auch um emotionale Unterstützung.“
Wirtschaftskammer

„Am Anfang, als es noch keine Richtlinien und Anhaltspunkte gab, waren wir Unternehmer natürlich in großer Sorge. Ich wusste nicht, wie und ob ich weitermachen kann, was mit meiner Ware und meinen Mitarbeitern geschieht“ erzählt Gastronom Michael Reichenauer-Kogler vom Lokal Uptown. Unterstützung kam von der Wirtschaftskammer: „Die Mitarbeiter der Bezirksstelle um Bezirksstellenleiter Friedrich Oelschlägel haben mich in dieser Zeit und mit meinen Schwierigkeiten intensiv begleitet. Wenn ich Fragen habe oder Rat brauche, kann ich mich jederzeit an die Bezirksstelle wenden. Das ist ein gutes und beruhigendes Gefühl, vor allem in dieser Zeit.“

Mehr als 60.000 Anfragen sind seit Mitte März niederösterreichweit bei den WK-Bezirksstellen eingegangen und bearbeitet worden. Funktionäre und Mitarbeiter der Wirtschaftskammer dienten als Ratgeber, Informationsquelle und Kummerkasten: Auch Andreas Wagner vom Mietwagenunternehmen Chauffeurservice Andreas Wagner berichtet erfreut: „Wir hatten ziemliche Probleme mit der Beantragung der Kurzarbeit. Die guten persönlichen Kontakte von Herrn Oelschlägel zum zuständigen AMS und seine damit verbundenen Bemühungen waren für uns sehr hilfreich.“

„Wir greifen Probleme auf, um praktikable Lösungen zu erzielen. Denn Krisenarbeit beginnt auf regionaler Ebene.“ Markus Fuchs, WK-Obmann

Regional Probleme von betroffenen Unternehmern punktgenau aufgreifen und sie an die richtigen Stellen weiterleiten – eine wesentliche Aufgabe der Bezirksstellen für Betriebe, die gerade in der Corona-Krise in Anspruch genommen wird. 60.000 Anfragen zu Themen wie Schließung, Lockerung, Kurzarbeit, Härtefallfonds, Förderungen, Grenzübertritt haben die Mitarbeiter der Bezirksstellen abgearbeitet und ihre Mitglieder mit viel persönlichem Einsatz unterstützt: von emotionalem Beistand bis hin zur Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen zu Kurzarbeit und finanzieller Unterstützung.

„Am Anfang der Krise, als Lösungen noch weit entfernt schienen, ging es unseren Mitgliedern vor allem auch um emotionale Unterstützung. Wir kennen die Unternehmer und ihre Betriebe, wir begegnen einander auf Augenhöhe, und wir sind die Gesichter hinter News-lettern und Hotlines“, weiß Markus Fuchs, Obmann der Bezirksstelle Klosterneuburg. In der zweiten Woche standen bei den Betrieben vor allem Informationen und Ratschläge zur Kurzarbeit im Fokus des Interesses. „Aktuell sind es vor allem Fragen zu finanziellen Unterstützungen, Betriebsöffnungen und Schutzmaßnahmen“, erklärt er.

Auch wenn die Tür der Bezirksstelle derzeit noch geschlossen ist, sind die Mitarbeiter persönlich vor Ort, weiterhin für die Anliegen der Unternehmer da, und die erste Anlaufstelle bei Fragen. „Egal ob EPU oder Großbetrieb, die Probleme, die durch die Corona-Krise entstanden sind, sind überall dieselben. Wir greifen sie auf und tragen sie weiter, um für unsere Unternehmer praktikable Lösungen zu erzielen. Denn Krisenarbeit beginnt auf regionaler Ebene,“ betont der Bezirksstellenobmann.