Trauer um Todesopfer in Klosterneuburg. Während die Stadt einen Toten beklagt, stabilisieren sich die Zahlen.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 07. April 2020 (09:35)
Das Coronavirus hält weiterhin die Welt in Atem. Auch die Babenberger-stadt.
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Der Tod eines Klosterneuburgers, der mit dem Covid-19-Virus infiziert war, schockt die Bevölkerung. Genauere Angaben über den Verstorbenen gibt es aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht. Auch nicht, ob der Verstorbene an Vorerkrankungen litt. Dieser betrüblichen Nachricht steht die positive Erkenntnis gegenüber, dass sich die Zahl der Infizierten in ganz Österreich stabilisiert, die harten Maßnahmen fruchten. In Klosterneuburg ist der Trend nach unten erkennbar. Acht Infizierten stehen acht genesene Patienten gegenüber. Trotzdem appelliert Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager, gerade zu Ostern die vorgeschriebenen Maßnahmen weiter einzuhalten.

„Diese Isolationsmaßnahmen führen zu einem unvermeidlichen wirtschaftlichen Crash, und auf die Folgen daraus sollten wir uns heute schon mental vorbereiten“

„Das Betrübliche an der aktuellen Situation ist für mich, dass es eigentlich gar keine bessere Vorgangsweise gibt“, so Schmuckenschlager, dem nach der Sorge um die Bevölkerung, besonders das Schicksal der Wirtschaft am Herzen liegt. „Diese Isolationsmaßnahmen führen zu einem unvermeidlichen wirtschaftlichen Crash, und auf die Folgen daraus sollten wir uns heute schon mental vorbereiten“, zeichnet Schmuckenschlager ein düsteres Zukunftsbild, auch für die Stadt Klosterneuburg: „Das politische Wunschkonzert der Gemeinderatswahl kann man schon jetzt in den Archiven ablegen. Die Budgetsituation der Stadtgemeinde wird die zentrale Herausforderung für zumindest die nächsten zwei Jahre sein.“

Und Schmuckenschlager lobt die Wirtschaft der Stadt: „Sehr beeindruckend finde ich die Innovationskraft unserer Wirtschaft und die vielen Dienstleistungen, von Blumenzustelldienst bis Weinlieferungen, damit den Bürgern weiterhin ein halbwegs normaler Alltag gewährt werden kann.“

„Sehr beeindruckend finde ich die Innovationskraft unserer Wirtschaft "

Die Polizei kontrolliert derzeit das Stadtgebiet mit mehr Personal. Chefinspektor Georg Wallner zeigt sich aber mit der Lage sehr zufrieden: „Im Vergleich zur Bundeshauptstadt gibt es in Klosterneuburg weniger Anzeigen und weniger Vorfälle.“ Die Stadtpolizei setze auf Bewusstseinsbildung und appelliere an die Vernunft der Bevölkerung. „Die Menschen sind größtenteils einsichtig. Wir kontrollieren schwerpunktmäßig die Ausflugsgebiete im Wienerwald und in Donaunähe auf Einhaltung der Ausgangsbeschränkung“, so Wallner.