„Das ist ein Irrsinn“. Konflikt / Wien will Zufahrt zu Gewerbegebiet in Radstraße umwidmen. WKO-Obmann Platteter läuft nun Sturm gegen dieses Vorhaben.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 25. Juni 2014 (08:08)
NOEN, NÖN-Marketingleiter Martin Lammerhuber, Harry Jenner und Ewald Tartar freuen sich schon auf viele Einsendungen. Foto:Erich Marschik
WKO-Obmann Walter Platteter wehrt sich nach Kräften.
Der Wahlkampf um die Bundeshauptstadt ist bereits voll entbrannt. Als eines der Opfer dieses Wahlgefechtes sieht Wirtschaftskammer Obmann für Klosterneuburg Walter Platteter, die Wirtschaftstreibenden in der Babenbergerstadt.

„Die Stadt Wien beabsichtigt die Umwidmung der Kuchelauer Hafenstraße in eine Fahrradstraße. Das hätte de facto ein Fahrverbot für Kraftwagen zur Folge“, gibt Platteter Auskunft. Dies würde vor allem die Zufahrt zu wichtigen, großen Betrieben im Gewerbegebiet verhindern. „Die müssten dann insgesamt acht Kilometer mehr fahren, denn die nächste Zufahrtsmöglichkeit ist erst beim Kreisverkehr bei der Aufeldgasse. Das ist ein Irrsinn“, ereifert sich Platteter.

Bei einer ersten Projektbesprechung in Wien, vergangene Woche legten sowohl die WKO als auch die Stadtgemeinde Klosterneuburg, vertreten durch Gemeinderat Leopold Kerbl, ein Veto ein.

Gemeinde und WKO  vehement dagegen

„Wir werden uns vehement dagegen wehren“, zeigt sich der WKO-Obmann kämpferisch. Die Wiener Stadtregierung stünde ja schließlich stets dafür, dass die Emissionen gedrosselt werden sollten und nun würde ein Radweg installiert werden, der genau das Gegenteil bewirken würde. Auch das Argument der Sicherheit lässt Platteter nicht gelten: „Der Bezirksvorsteher des 19. Bezirks hat bestätigt, dass es in den letzten 50 Jahren keinen einzigen Vorfall mit Radfahrern oder Autos auf dieser Strecke gegeben hat.“

Seitens der Stadt Wien beruhigt man. „Die Fahrradstraße ist bislang nur eine Überlegung. Weitere Gespräche werden folgen, es ist noch nichts beschlossen“, bestätigt Silvia Aigner von der Magistratsabteilung 28, zuständig für Straßenverwaltung und Straßenbau im NÖN-Gespräch.

Vor der letzten Wienwahl stand Klosterneuburg vor einem ähnlichen Problem. „Damals konnten wir das Vorhaben noch abwenden“, führt Platteter das Projekt auf den bevorstehenden Wahlkampf zurück und hofft auf eine ähnliche Entscheidung wie damals, nämlich alles so zu belassen, wie es bisher war.