Das verflixte siebente Jahr. / Nach sechs Jahren gönnt sich das Höfefest und seine Organisatoren eine Nachdenkpause.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 02. Juli 2014 (09:07)
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Das Gerücht schwirrte schon lange in der Stadt herum. Letzte Woche wurde es aber offiziell: Heuer gibt es kein Höfefest. Nachdem die Stadtgemeinde eine Finanzspritze versprochen hat, sind nun entscheidende Hauptsponsoren abgesprungen. Organisator Michael Bauer vom Verein Kunstvergnügen: „Es geht einfach nicht!“

20.000 Euro fehlen um das Fest auch heuer wieder steigen zu lassen. Bauer: „Die Banken lassen aus. Es wird im Sponsoring immer schwerer. Bevor wir einen Pfusch machen, lassen wir es lieber und konzentrieren uns auf das Jahr 2015.“ Was heißen soll, dass die Organisatoren des Höfefests daran denken, das Fest auf einen Zwei-Jahres-Rhythmus umzustellen.

„Wir planen das Konzept zu überdenken“

Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager kann der Pause auch etwas Gutes abgewinnen: „Das Höfefest hat sich in den letzten sechs Jahren zum zweitgrößten Event Klosterneuburgs gemausert. Dafür muss man auch einmal Danke sagen. Aber es ist gar nicht schlecht, wenn es jetzt eine Nachdenkphase gibt.“ Das Schlimmste wäre für das Stadtoberhaupt, wenn es gar kein Höfefest mehr geben würde. Aber ein Zwei-Jahres-Rhythmus ist für Schmuckenschlager vorstellbar: „Vielleicht ist damit den Höfebesitzern auch geholfen.“

Geht es nach dem Bürgermeister, soll das Sturmfest heuer einspringen. „Wir werden dem Sturmfest heuer ein größeres kulturelles Rahmenprogramm verpassen, quasi als Ersatz für das Höfefest“, verspricht Schmuckenschlager. Für 2015 soll das Höfefest etwas anders werden. Bauer: „Wir planen das Konzept zu überdenken.“ Mehr Kultur soll geboten werden. Ein bisschen „Back to the roots“, wie Bauer meint: „Das Höfefest ist wie eine Pflanze, die man stutzen muss, damit sie wieder wächst.“ Angefangen hat alles 2006 mit 8.000 Euro Budget und 1.500 Besuchern. Heute wären für 10.000 Besucher 60.000 Euro notwendig, die es aber leider nicht gibt.