Stift Klosterneuburg: Historische Kelleranlage als Klimaschutz-Vorbild

Erstellt am 06. August 2022 | 05:55
Lesezeit: 2 Min
Klosterneuburg - Historische Kelleranlage als Klimaschutz-Vorbild
Historischer Barrique-Keller im Stift Klosterneuburg.
Foto: Jakob Gsöllpointner
Im Stift Klosterneuburg erweist sich alte Bausubstanz als zukunftsträchtig: Ein Modell für klimafitte Bewirtschaftung.
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Der Tag des Denkmals, diesmal am Sonntag, 25. September, bietet die Möglichkeit, mehr als 270 historische Objekte in ganz Österreich bei freiem Eintritt zu besuchen. 

Das heurige Motto „Denkmal voraus: Denkmalschutz = Klimaschutz“ zeigt, dass sich Denkmalschutz und Klimaschutz hervorragend ergänzen, und präsentiert in ganz Österreich Denkmale, deren Eigentümer beispielhaft vorausdenken. Da kann Klosterneuburg mit einem repräsentativen Beitrag aufwarten.

Doppelwandige Lüftung erübrigt Klimatisierung

Gleichzeitig mit der Errichtung des Stifts veranlasste Markgraf Leopold III. im Jahr 1114 auch die Gründung eines Weinguts. Die älteste Riede des Weinguts Stift Klosterneuburg wird seit über 900 Jahren bewirtschaftet.

Heute sind alle Abläufe im Weingut in Hinblick auf ihre Auswirkungen auf das Klima soweit optimiert, dass das Weingut Stift Klosterneuburg als erstes Weingut in Österreich als klimaneutral zertifiziert wurde.

Möglich machte das unter anderem die Nutzung der barocken Kelleranlage des Stifts, die durch ein doppelwandiges Lüftungssystem keine Klimaanlage für die Lagerung des Weins benötigt. Über Jahrhunderte spielte die nachhaltige Nutzung historischer Bausubstanz eine große Rolle. Die einzigartige Verbindung von Weinbautradition mit modernster Kellertechnik in historischem Ambiente übt gerade heute eine große Faszination aus.

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