Der Antrag ist jetzt da. GOLFPROJEKT / Golfplatzbetreiber Lechner und Golf-Architekt Haderer haben ihr Projekt bei der Baubehörde eingereicht.

Erstellt am 16. Mai 2012 (00:00)
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73 Hektar sollen von der derzeitigen Nutzung »Bauland Sondergebiet« und »Grünland - landwirtschaftliche Nutzung« auf »Grünland - Sport« umgewidmet werden. Für das Clubhaus muss eine kleine Fläche in Bauland umgewidmet werden.

VON CHRISTOPH HORNSTEIN

KLOSTERNEUBURG / Jetzt ist der Antrag auf Umwidmung bei der Stadtgemeinde eingegangen! Nach fast einem Jahr reichen Golfplatzbetreiber Martin Lechner und Golf-Architekt Armin Haderer ihr Projekt bei der Baubehörde ein. Das Brisante vorweg: In der Einreichung steht nichts von einem kolportierten Deal um die Stollhofgründe.

Jetzt wird es wieder laut werden um das Dauerthema Golfplatz Klosterneuburg. Am Freitag, 11. Mai hat der Golfplatzarchitekt DI Armin Haderer nach etwa sieben Jahren Vorarbeit die Einreichung zur Umwidmung im Namen der Grundstückseigentümer - der staatlichen Unfallversicherung AUVA - an Bürgermeister Mag. Stefan Schmuckenschlager übergeben.

Damit liegen zum ersten Mal echte Fakten auf dem Tisch: Der geplante Golfplatz umfasst eine Fläche von 73 Hektar. Diese Fläche soll von der derzeitigen Nutzung „Bauland Sondergebiet“ beziehungweise „Grünland - landwirtschaftliche Nutzung“ auf „Grünland - Sport“ umgewidmet werden. Eine kleine Fläche davon soll eine Baulandwidmung erhalten, dort wo das Clubhaus geplant ist. Die Hadersfelderstraße trennt den Golfplatz. Dort soll an zwei Stellen die Straße untertunnelt werden, um gefahrloses Golfspielen zu ermöglichen.

Jetzt wird einmal ausgiebig geprüft

Wie geht es nun weiter? „Die Stadtgemeinde tritt nun mit dem Land in Verbindung, um den Rahmen der Strategischen Umweltprüfung (SUP) abzustimmen“, informiert Bürgermeister Mag. Stefan Schmuckenschlager. Das Ergebnis wird dann dem Ausschuss vorgelegt, allenfalls ergänzt und dann der Betreiber aufgefordert, dieses Prüfungen zu erfüllen. Das ist der rechtliche vorgeschriebene Weg. Darüber hinaus wird die Stadtgemeinde aber auch ein landwirtschaftliches Gutachten in Auftrag geben. Schmuckenschlager: „Ab dem Zeitpunkt, wo das Projekt entscheidungsreif ist, wird die Stadtgemeinde Informationsveranstaltungen für die Bevölkerung abhalten und danach die Entscheidung in den Gemeinderat gebracht.“

Die von den Grünen geforderte Wirtschaftlichkeitsprüfung des Golfplatzprojekts ist gesetzlich in der Raumordnung nicht vorgeschrieben. Der Betreiber hat aber zugesagt, einen Experten zu konsultieren, der die Plausibilität der betriebswirtschaftlichen Führung bestätigen wird. In welchem Zeitrahmen sich die Prüfungsphase erstreckt, hängt von der Schnelligkeit der gutachterlichen Tätigkeit ab. „Die Baubehörde rechnet mit einem halben bis einem Jahr“, so Schmuckenschlager.

Jetzt, wo das Projekt endgültig eingereicht ist: Wie steht der Bürgermeister persönlich zum Golfplatzprojekt? „Ich werde mein finales Urteil erst nach Abschluss der naturschutzrechtlichen Prüfung und nach Vorliegen des Ergebnisses des landwirtschaftlichen Gutachtens fällen“, hält sich Schmuckenschlager bedeckt.