Der gesunde Bärlauch

Erstellt am 04. Mai 2022 | 07:03
Lesezeit: 3 Min
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Geheime Tipps und Wissenswertes von Hademar Bankhofer: Probieren Sie's doch einfach einmal aus.
Foto: Bankhofer
Probieren Sie's doch einfach einmal aus: Klosterneuburgs Gesundheitsexperte Hademar Bankhofer über die Kraft des Bärlauchs.
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Zum ersten Grün, das in unseren Regionen im Frühling aus dem Boden wächst, gehört der Bärlauch, auch Wilder Knoblauch, Waldknoblauch oder Bärenkraut genannt. Schon die Römer in der Antike haben den Blättern der Pflanze Heilkraft zugeschrieben. Heute hat er nicht nur in der Küche als Frühlingsbote eine große Bedeutung. Er gilt auch als wertvolle Heilpflanze.

Bärlauch wird im Volksmund als der „kleine Bruder des Knoblauchs“ bezeichnet. In jüngster Zeit aber betonen immer mehr Biochemiker, dass der Bärlauch sogar wertvoller als der Knoblauch ist. Dazu gibt es konkrete Zahlen: Aufgrund seines Hauptwirkstoffes Aliin, das durch Zerschneiden oder Zerbeißen unter Einfluss von Sauerstoff zu Allicin wird, hält Bärlauch unsere Blutgefäße jung und elastisch, sorgt dafür, dass das Blut nicht zusammenklebt, sondern flott fließt.

Dazu ist täglich nur eine Menge von einem Gramm Bärlauch notwendig, während diese Wirkung beim Knoblauch erst bei drei Zehen eintritt. Außer dem Anti Aging-Effekt schützt der Bärlauch vor frühzeitiger Arteriosklerose, verbessert die Durchblutung und kann sogar Migräne-Attacken verhindern. Ein weiterer Pluspunkt für den Bärlauch: Wer ihn isst, riecht nur während der Mahlzeit nach Knoblauch. Dann verebbt der Geruch schnell. Der echte Knoblauch-Geruch aber bleibt oft bis zu zwei Tagen.

Wer die gesundheitlichen Effekte des Bärlauchs voll nützen möchte, der sollte zwei bis drei Wochen lang täglich Bärlauch konsumieren: als Suppe, Soße, Salat oder als Aufstrich. Vorsicht: Bärlauch kann man beim Pflücken allzu leicht mit giftigen Blättern der Maiglöckchen und Herbstzeitlose verwechseln.

Ein wichtiger Hinweis: Bärlauchblätter wachsen einzeln, Herbstzeitloseblätter sind ineinander verschachtelt, Maiglöckchenblätter haben eine glänzende Unterseite und sind zu zweit oder zu dritt auf einem kurzen Stängel, hinzu kommt noch der Knoblauchgeruch beim Bärlauch.

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