Der Radweg ist das Ziel in Klosterneuburg. Verkehrswende Tulln-Klosterneuburg (TUKG) und die Radlobby Klosterneuburg setzen sich für sichere Verbindung für Fußgänger und Radfahrer auf B14 ein.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 16. Juni 2021 (03:18)
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Mit einem Radweg zwischen Maria Gugging und St. Andrä-Wördern soll die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer verbessert werden.
RadlobbyKlosterneuburg, RadlobbyKlosterneuburg

Nicht nur unzählige Autos sind jeden Tag zwischen Maria Gugging und St. Andrä-Wördern unterwegs. Auch bei Radfahrern und Fußgängern ist die Strecke eigentlich beliebt. Einziges Manko: Alle Verkehrsteilnehmer müssen sich die Straße teilen. Das kann zu gefährlichen Situationen führen. Daher fordern die Verkehrswende Tulln-Klosterneuburg (TUKG) und die Radlobby Klosterneuburg nun eine sichere Verbindung für Fußgänger und Radfahrer zwischen den beiden Orten. Erste Gespräche ergaben, dass auch die Bürgermeister dem Vorschlag einiges abgewinnen können.

Aktuell ist die Situation für nichtmotorisierte VerkehrsteilnehmerInnen zwischen dem Ende der Kierlingtal-Radroute – nahe der Kirche von Maria Gugging – und St. Andrä-Wördern lebensgefährlich. Mangels eines Radwegs müssen sich Radfahrer auf der Fahrbahn bewegen. Sie erleben hier täglich brenzlige Situationen mit rücksichtslosen Autofahrern, die keinen ausreichenden Sicherheitsabstand beim Überholen einhalten. Im Zuge der Fahrbahnsanierung im Jahr 2020 zwischen dem Ortsende von Maria Gugging und dem Altstoffsammelzentrum St. Andrä-Wördern wurde leider auf RadfahrerInnen und FußgängerInnen vergessen. Zudem wurde die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h bei Nässe aufgehoben. Als Begründung dafür nennt die Bezirkshauptmannschaft Tulln die wiederhergestellte „Griffigkeit“ der Fahrbahn.

„Sollte man aber mit 100 km/h angefahren werden – egal ob zu Fuß oder auf dem Rad –, liegt die Überlebenschance bei nahezu null Prozent.“

Der Lösungsvorschlag von TUKG und Radlobby lautet, einen in beiden Richtungen befahrbaren, drei Meter breiten Geh- und Radweg entlang der B14 zu errichten. Im Bereich zwischen dem Altstoffsammelzentrum und St. Andrä sollten jedoch beidseitig Radwege gebaut werden, da bergab auch mit dem Rad hohe Geschwindigkeiten erreicht werden. Der bergauf führende Radweg könnte als Geh- und Radweg ausgeführt werden. Bis zur Umsetzung des Projekts appellieren Radlobby und Verkehrswende Tulln-Klosterneuburg an die Behörde, das Tempolimit herabzusetzen. „Im Ortsgebiet mit 50 km/h zu knapp überholt zu werden, ist schon sehr unangenehm“, sagt TUKG-Sprecherin Eva Seibold. „Sollte man aber mit 100 km/h angefahren werden – egal ob zu Fuß oder auf dem Rad –, liegt die Überlebenschance bei nahezu null Prozent.“

Finanzierung als Dreh- und Angelpunkt

Klosterneuburgs Verkehrsstadtrat Johannes Kehrer (PUK), die für Verkehrsangelegenheiten zuständige Vizebürgerbürgermeisterin von St. Andrä-Wördern, Ulrike Fischer (Grüne), sowie der Ortsvorsteher von Maria Gugging, Johann Bauer (SPÖ), sprechen sich dezidiert für einen Hagental-Radweg aus. Auch die beiden ÖVP-Bürgermeister Maximilian Titz und Stefan Schmuckenschlager äußerten sich positiv. Dreh- und Angelpunkt für eine Umsetzung werde jedoch die Finanzierung des Projekts sein, ergab ein erstes Treffen zwischen Politik und den beiden Initiativen.