Licht aus für Stadt und Stift Klosterneuburg. Am Samstag werden eine Stunde lang die Lichter des Wahrzeichens und verschiedener Denkmäler in der Stadt abgedreht. 

Von Red. Klosterneuburg. Erstellt am 27. März 2021 (10:06)
Stifts-Wirtschaftsdirektor Andreas Gahleitner, die Stadträte Clemens Ableidinger und Leopold Spitzbart, Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager, Augustiner-Chorherr Anton Höslinger und Stadträtin Verena Pöschl rücken die Erdkugel und ihre Energieressourcen ins Zentrum des Handelns.
Usercontent, Stift Klosterneuburg/Hanzmann

Die 15. Earth Hour setzt am Samstag, 27. März, weltweit ein Zeichen für Klima- und Artenschutz. Klosterneuburg ist in diesem Jahr eine der über 7.000 Städte, die bei der Earth Hour mitmachen. Die Scheinwerfer, welche nachts das Stift und die Stiftskirche beleuchten, sowie jene von vier Denkmälern – Franz Josef-Denkmal am Roman ScholzPlatz, Brunnen im Kardinal Piffl-Park, Mariensäule am Rathausplatz und Pestsäule am Stadtplatz – werden abgeschaltet.

Gemeinsam mit dem Stift wurden wortwörtlich alle Hebel in Bewegung gesetzt, um Teil der größten Klimaschutz-Aktion der Welt zu sein und die Schalter zwischen 20.30 Uhr und 21.30 Uhr umzulegen. Klimaschutz wird in der drittgrößten Stadt Niederösterreich großgeschrieben. Klosterneuburg ist seit 2017 Teil des e5 Programms für energieeffiziente Gemeinden. Kürzlich wurde die 18. Photovoltaikanlage der Gemeinde eröffnet, die nächste ist bereits in Bau.

Durch viele weitere Maßnahmen kämpft die Stadt gegen den Klimawandel, darunter die Anschaffung von Elektroautos für die Verwaltung, die fortlaufende Umrüstung auf LED in der Straßenbeleuchtung, die thermische Sanierung von Gemeindegebäuden, aber auch der Ausbau von Radwegen und E-Tankstellen.

Ein großes Thema für die Stadt ebenso wie für das Stift ist die Gewinnung von Naturwärme aus Biomasse. Das unterirdische Biomasse-Heizwerk des Stiftes versorgt über das Stift hinaus via EVN auch das Klosterneuburger Krankenhaus, das Rathaus sowie ein Freizeitzentrum. Seit 2020 in Betrieb befindet sich ein neues Biomassewerk der EVN.

Vorausblickendes Handeln und nachhaltiges Wirtschaften sind auch Grundprinzipien der Wirtschaftsbetriebe des Augustiner-Chorherrenstifts Klosterneuburg, welche die Basis für die vielfältigen religiösen, sozialen und kulturellen Aufgaben, bilden. Beispiele dafür bieten die naturnahe und schonende Bewirtschaftung der Wälder und Ackerflächen, die klimaneutrale Zertifizierung des Stiftsweingutes, die Erhaltung der Biodiversität in den Stiftsgärten oder die Gewinnung von Energie aus Biomasse zur CO2-Reduktion.

Am Samstag möchten Stift und Stadt gemeinsam ein weithin sichtbares Zeichen setzen und diesen Weg auch weiterhin beschreiten.