Podium: Von den ersten Rissen bis zum Fall der Mauer. 30 Jahre später blickt eine Expertenrunde im Stift Klosterneuburg zurück auf den Fall des Eisernen Vorhangs.

Von Claudia Wagner. Erstellt am 26. November 2019 (06:04)

Eine Generation ist mittlerweile herangewachsen, die die Teilung Europas nicht mehr miterlebt hat. Umso wichtiger ist es, das geschichtsträchtige Ereignis in Erinnerung zu rufen: Nationalratsabgeordnete und ehemalige ORF-Redakteurin Gaby Schwarz, Lázló Nagy von der Stiftung Paneuropäisches Picknick 89 und Andreas Oplatka, in Budapest geborener Historiker und Journalist, gedachten der Eröffnung des Eisernen Vorhangs an der österreichisch-ungarischen Grenze im Jahre 1989 bei einer Podiumsdiskussion im Stift.

Auch der Hausherr erinnerte sich zurück. Propst Bernhard Backovsky erzählte: "Ich hab erlebt, wie sich das ereignet hat - möchte ich nicht, kann ich nicht, will ich nicht vergessen." Bei der Diskussion konnte Backovsky den ungarischen Botschafter Andor Nagy begrüßen.

Er streute dem Stift Klosterneuburg Rosen: "Klosterneuburg ist der Ort der Begegnungen. Es wird gesagt, dass sich Himmel und Erde begegnen. In dieser einzigartigen Atmosphäre wird nicht nur 900 Jahre Vergangenheit wahr, sondern auch unsere gemeinsame österreichisch-ungarische Geschichte lebendiger."