Parkhotel in Klosterneuburg wird Burnout-Zentrum. Das Park Inn-Hotel wird zum Gesundheitsresort Donaupark Klosterneuburg.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 01. Mai 2019 (04:29)
Stadtgemeinde Klbg./Stahl
Universitätsprofessor Günther Wiesinger (l.) und Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager vor dem künftigen Gesundheitsressort Donaupark in bester Lage. Erholungsgebiete und Happyland sind nur einen Steinwurf entfernt.

Das Rätselraten um das Parkhotel neben dem Freizeitzentrum Happyland hat nun ein Ende, denn Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager kann mit einer sensationellen Information aufwarten. Das ehemalige „Park Inn“-Hotel wird zum Gesundheitsresort Donaupark Klosterneuburg.

Der Standort hat schon eine bunte Geschichte: Als Sterne-Hotel geplant und gebaut, überlebte das Park Inn-Hotel nur wenige Monate, wurde dann interimistisch als Parkhotel weitergeführt und war schlussendlich als Heimat für Asylwerber im Gespräch. Nun hat es augenscheinlich eine endgültige Bestimmung bekommen.

Erfolg für nachhaltige Standortpolitik

Die Ansiedelung des Gesundheitsressorts bringt neben Forschung und Entwicklung Investitionen von mehr als sechs Millionen Euro und rund 100 qualitative Arbeitsplätze in die Babenbergerstadt. Ab Jänner 2020 sollen bis zu 118 Gäste beherbergt werden. Ein durchschnittlicher Gastaufenthalt beträgt drei bis sechs Wochen.

„Uns war es wichtig, eine wertvolle und nachhaltige Lösung zur Nachnutzung des ehemaligen Park Inn Hotels zu finden, welche die Entwicklung unserer Stadt positiv unterstützt“, freut sich Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager über die Ansiedelung des Gesundheitsresorts Donaupark Klosterneuburg. „Durch diese Einrichtung wandern höchstes Know-how und Behandlungen am neuesten Stand der medizinischen Forschung zu uns.“

Land NÖ begrüßt Gesundheitsstandort

Auch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner ist über den Zuwachs in Klosterneuburg mehr als erfreut: „Eine Gesundheitseinrichtung mit dieser Ausrichtung kann nicht in einem Ballungszentrum angesiedelt werden. Klosterneuburg ist mit seiner Anbindung und der Nähe zu Wien durchaus in der Lage, die Großstadt durch die Angebote zu entlasten und auch das niederösterreichische Umland mit höchsten Gesundheitsstandards zu versorgen.“

Resort zur Behandlung der „Volkskrankheit“

„Die Nähe und Verbundenheit zur Natur gepaart mit dem einmaligen Flair machen Klosterneuburg zum perfekten Standort für unsere Einrichtung, die ausschließlich zur Erholung und Unterstützung von Menschen dienen soll, die von Burnout betroffen sind“, erklärt der Betreiber Universitätsprofessor Günther Wiesinger, einer der renommiertesten Gesundheitsunternehmer Österreichs, der unter anderem das Schloss-Kur-Hotel Strobl am Wolfgangsee betreibt.

„Uns war es wichtig, eine wertvolle und nachhaltige Lösung zur Nachnutzung des ehemaligen Park Inn Hotels zu finden.“ Stefan Schmuckenschlager

Die Angebote in Klosterneuburg werden von motorischer Trainingstherapie zur Stärkung der Aktivitäten bis hin zu kreativ-schöpferischen Heiltherapien wie beispielsweise Ergotherapie, Mal- und Musiktherapie reichen. Für den Betreiber des Gesundheitsresorts war neben dem idealen Umfeld auch die familiäre Verbindung mit der Stadt ausschlaggebend für die Wahl des Standorts: „Mein Vater leitete in den 70er Jahren das ehemalige Sanatorium Wienerwald in Klosterneuburg. Die Eröffnung des Gesundheitsressorts ist für mich persönlich auch eine Heimkehr zu den Wurzeln des Familienbetriebs“, so Wiesinger.

Minimale Umgestaltungen

Durch die intakte Infrastruktur sind die Adaptierung der Gästezimmer und die Ausgestaltung der Therapieräumlichkeiten die zentralen Aufgaben bis zur Eröffnung. Die bisherigen Doppelzimmer werden zu exklusiven Einzelzimmer-Apartments umgestaltet, um den Gästen ein Höchstmaß an Ruhe und Entspannung zu bieten.

Für Modifikationen wird der neue Erhalter Investitionen von etwa sechs Millionen vornehmen.