Endlich! Hausmüll nach Wien-Spittelau. Erfolgreich / Seit 14 Jahren bemüht sich die SPÖ Klosterneuburg um eine Entsorgung des Hausmülls in Spittelau. Jetzt ist es so weit.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 30. Juli 2014 (09:25)
NOEN, Gruber-Dorninger
Auf die Müllverbrennungsanlage Spittelau werden Klosterneuburgs Müllwagen ab 2015 Kurs nehmen. Das ist nicht nur der kürzeste Weg, sondern erspart der Stadtgemeinde Klosterneuburg auch viel Geld.

Wohin kommen die 4.000 Tonnen Müll, die Klosterneuburger Bürger jährlich produzieren? Wer glaubt, in die nahegelegene Müllverbrennungsanlage Spittelau, irrt gewaltig. Seit Jahren wird der Hausmüll der Klosterneuburger nach Hagenbrunn (Bezirk Korneuburg) gebracht, um dort in verschiedenen Verbrennungsanlagen in den Wind geblasen zu werden. Ab 2015 wird das anders.

„In Anbetracht der Nähe und Verkehrsverbindung wäre eine Entsorgung in der Müllverbrennungsanlage Spittelau die sinnvollste Lösung.“ Das sagte der damalige Umweltgemeinderat Franz Lebeth (SPÖ) vor fast genau 14 Jahren und machte es zu seinem Projekt. Was logisch und sinnvoll ist, scheitert aber oft am Starrsinn der Politiker. So herrschte im Jahr 2000 zwischen dem Wiener Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) und dem Klosterneuburger Amtskollegen Gottfried Schuh (ÖVP) Eiszeit, und das verhinderte eine Müllkooperation zwischen Wien und Klosterneuburg.

Seit 2006 – davor wurde der Klosterneuburger Müll sogar nach Stockerau gebracht – wird nun in Hagenbrunn entsorgt.

2012 Vereinbarung zwischen den Städten

2012 war es dann so weit. Klosterneuburg und Wien unterschrieben eine Vereinbarung. Dagegen legte sich der bisherige Entsorgungspartner, die niederösterreichische BSU, quer und klagte: Klosterneuburg müsste nach Rechtsmeinung der BSU die gewünschten Leistungen öffentlich ausschreiben.

„Stimmt nicht“, entschieden nun die Höchstrichter des Verwaltungsgerichtshofs nach Protest Klosterneuburgs. Die MA 48 sei kein Gewerbebetrieb, und es handle sich dabei um eine interkommunale Zusammenarbeit zweier Gemeinden. Da bedarf es keiner Ausschreibung.

300.000 Euro jährliche Ersparnis

Was die SPÖ Klosterneuburg mit Franz Lebeth, der damalige zuständige Stadtrat Peter Loicht und der damalige SPÖ-Chef Peter Hofbauer eingeleitet hatten, fand jetzt – nach 14 Jahren – mit dem aktuellen Entsorgungsstadtrat Karl Hava (SPÖ) seinen erfolgreichen Abschluss. Ab 2015 wird Klosterneuburg seinen Mist nach Spittelau bringen können.

Karl Hava: „Wir ersparen uns nicht nur unnötig weite Wege, sondern auch viel Geld. Um die 300.000 Euro wird die Klosterneuburger Stadtkasse erleichtert.“