Klosterneuburger Baukuriositäten brauchen Überarbeitung. Bürgermeister lädt alle politischen Kräfte der Stadt zum Dialog bezüglich des Entwicklungskonzepts der Stadt

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 13. September 2017 (05:26)
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Ende August berichtete die Klosterneuburger NÖN über eine Baukuriosität in der Buchberggasse 15. Ein altes Winzerhaus soll einem Mehrparteien-Haus Platz machen. Die Planer rückten vom ursprünglichen Plan mit zwölf Wohneinheiten ab. Drei Wohneinheiten sollen entstehen, der Grund wird am Mangel an Autoabstellplätzen gesehen.

Schmuckenschlager sucht das Gespräch mit anderen Parteien

Dies und andere Baukuriositäten nimmt Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager nun zum Anlass, Gespräche auch mit anderen Parteien zu suchen. „Ich habe mich entschlossen, beim Thema Bauen den gemeinsamen Weg mit allen politischen Kräften zu suchen“, so Schmuckenschlager. Einerseits sorge die hohe Dynamik beim Wohnungsbau für ständig auftretende Konflikte, und andererseits seien alle für eine sichere Weiterentwicklung der Stadt verantwortlich.

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Teresa Arrieta von der PUK greift Bürgermeister Schmuckenschlager scharf an.

„Mit der ausgezeichneten Lage am Rande Wiens wird Klosterneuburg auch in Zukunft Antworten auf die Nachfrage nach Wohnraum geben müssen. Gleichzeitig ist ein strenger Blick auf unserer Ressourcen zu richten“, führt der Bürgermeister weiter aus.

Entwicklungskonzept soll überarbeitet werden

Diese Herausforderung sorge für ein hochgeladenes Spannungsfeld. „Das trifft uns in der Vorbereitung der Überarbeitung des örtlichen Entwicklungskonzeptes (ÖEK)“, spielt Schmuckenschlager auf das eher antiquierte ÖEK von 2004 an. Die Überarbeitung sei gerade deshalb wichtig und fordert auch die Bürger sowie alle politischen Kräfte der Stadt auf, in einen konstruktiven Dialog mit der Stadtgemeinde zu treten.