Lunge der Welt: Jeder Euro zählt in Klosterneuburg. Nicht nur mit Spenden für das Amazonas-Gebiet will die Caritas helfen. Vor allem Nachhaltigkeit soll gelebt werden.

Von Victoria Heindl. Erstellt am 12. September 2019 (12:01)
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Etwa 82.000 Brände wüten derzeit im Amazonas-Gebiet. Die Caritas ruft nun um Spenden auf und will Nachhaltigkeit mehr ins Bewusstsein bringen.OSORIOartist

Auch wenn der Amazonas weit weg von Klosterneuburg ist, betreffen die unzähligen Brände, die derzeit dort wüten, die ganze Welt und somit auch die Klosterneuburger. Die Caritas ruft daher zum einen um Spenden auf. Zum anderen möchte sie mit der Erntedanksammlung, bei der sich heuer auch die Pfarren St. Martin, St. Leopold, St. Vitus und die Stiftspfarre beteiligen, mehr Bewusstsein für ein nachhaltiges Leben schaffen. Denn auch wenn man von hier aus kein Feuer löschen kann, wenn man den eigenen Lebensstil etwas ändert, kann auch das ein Beitrag zum Schutz der Natur sein.

Wenn der Regenwald in Flammen steht, ist unser Planet in Gesamtheit betroffen: Denn der Amazonas-Regenwald produziert gut ein Fünftel des Sauerstoffs, den wir atmen. Gleichzeitig wird auch vor Ort in Südamerika der Lebensraum von 100.000 Menschen zerstört und ihre Lebensgrundlage vernichtet. Die Caritas Österreich leistet nun gemeinsam mit Partnerorganisationen Nothilfe, um diesen Menschen akut zu helfen.

„Die Klimakrise geht uns alle an. Danke daher allen Klosterneuburgern, die hier einen konkreten Beitrag leisten.“ Klaus Schwertner Caritas Geschäftsführer

-Geschäftsführer und Klosterneuburger Klaus Schwertner hofft auf Unterstützung der Klosterneuburger. „Wenn Regenwälder brennen, steht unser gesamtes Haus in Flammen! Ich bin überzeugt: Wir werden den Kampf gegen die Klimakrise nicht gewinnen, wenn wir unsere Wälder, die Lunge unserer Welt, weiter zerstören. Hier bei uns in Österreich und darüber hinaus weltweit“, appelliert Schwertner an die Hilfsbereitschaft der Klosterneuburger.

Vier Pfarren für mehr Nachhaltigkeit

Und Schwertner hat auch eine gute Nachricht: „Wir können etwas gegen die Klimakrise unternehmen. Jede und jeder Einzelne von uns. Mit einer Spende helfen Sie, die Menschen im Amazonas-Gebiet mit Atemschutzmasken, mit Wasserpumpen, Zelten und Medikamenten zu versorgen. Aber auch ein nachhaltiger und Ressourcen schonender Umgang mit Lebensmitteln hier bei uns kann dabei helfen, der Klimakrise die Stirn zu bieten.“

Genau für diesen nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln setzt sich nun die Erntedanksammlung der Caritas ein. „In den kommenden Wochen beteiligen sich vier Klosterneuburger Pfarren wieder an der Erntedanksammlung der Caritas. Das Motto: Lebensmittel gehören in den Magen und nicht in den Müll! Gemeinsam mit den Pfarren sammeln wir in den nächsten Wochen gut erhaltene Lebensmittel für Menschen in Not in Niederösterreich und Wien.
Zucker, Reis, Öl, Kaffee, Salz und alle Arten von Konservendosen sind dabei besonders gefragt“, erklärt Schwertner den Sinn dieser Aktion. Und: „Die Klimakrise geht uns alle an. Danke daher allen Klosterneuburgern, die hier einen konkreten Beitrag leisten.“